Die Deutsche Lufthansa AG hat die Einberufung für ihre 73. ordentliche Hauptversammlung veröffentlicht, die am 12. Mai 2026 in der Messe Frankfurt als Präsenzveranstaltung stattfinden wird. Im Zentrum der Tagesordnung stehen weitreichende personelle Veränderungen im Aufsichtsrat des Konzerns.
Ein wesentlicher Punkt ist die geplante Wahl von Dr. Johannes Teyssen, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von E.ON, zum neuen Mitglied des Gremiums. Teyssen gilt als designierter Nachfolger für den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden und soll die strategische Überwachung des Luftfahrtkonzerns in einer Phase wirtschaftlicher Neuausrichtung übernehmen.
Als weiterer Kandidat für den Aufsichtsrat wurde Wolfgang Nickl nominiert. Nickl bekleidet derzeit das Amt des Finanzvorstands (CFO) bei der Bayer AG und soll für eine Amtszeit von drei Jahren bis zur Hauptversammlung 2029 gewählt werden. Mit seiner Expertise im Bereich der internationalen Finanzführung und Konzernsteuerung soll er die Kompetenz des Gremiums bei der Überwachung der komplexen Finanzstrukturen der Lufthansa Group verstärken. Die Nominierung erfolgt vor dem Hintergrund einer stabilen Ertragslage, bei der die Aktionäre zudem über eine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2025 entscheiden werden.
Gleichzeitig wurde bekannt, dass Carsten Knobel, der Vorstandsvorsitzende der Henkel AG & Co. KGaA, aus dem Aufsichtsrat ausscheiden wird. Knobel gehörte dem Kontrollgremium seit acht Jahren an und stellt sich am 12. Mai 2026 nicht für eine erneute Amtsperiode zur Wahl. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer langjährigen Begleitung des Konzerns durch die Phase der Pandemiebewältigung und der anschließenden Markterholung. Branchenexperten werten die Neubesetzungen als gezielte Verjüngung und fachliche Verbreiterung des Aufsichtsrats, um den Herausforderungen im globalen Wettbewerb der Luftfahrtindustrie zu begegnen.
Neben den Personalien umfasst die Tagesordnung der Hauptversammlung die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Abstimmung über das Vergütungssystem. Die Rückkehr zur physischen Präsenz in Frankfurt unterstreicht das Bestreben des Vorstands unter Carsten Spohr, den direkten Dialog mit den Anteilseignern nach den Jahren der virtuellen Formate wieder zu intensivieren. Die Lufthansa Group blickt dabei auf ein operativ erfolgreiches Jahr zurück, in dem die Kapazitäten nahezu wieder das Niveau von vor 2019 erreichten und die Integration neuer Tochtergesellschaften wie ITA Airways weiter vorangetrieben wurde.