Sitz in einem A320 von Lufthansa (Foto: jan Gruber).
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Lufthansa modernisiert Kabinen ihrer Airbus A320-Flotte

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Die Deutsche Lufthansa hat im Februar 2026 den ersten vollständig umgerüsteten Airbus A320 mit der Registrierung „D-AIZY“ wieder in den Liniendienst gestellt. Damit markiert die Fluggesellschaft einen wichtigen Meilenstein in ihrem Modernisierungsprogramm für die Kurz- und Mittelstrecke. Insgesamt 38 Bestandsmaschinen der A320-Familie werden bis zum Jahr 2029 einem umfassenden „Retrofit“ unterzogen. Ziel dieser Maßnahme ist es, das Kabinendesign und den Komfortstandard an die neuen Langstrecken-Produkte der Airline anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Flugverkehr durch eine verbesserte Innenausstattung zu sichern.

Im Zentrum der Umrüstung steht der Einbau neuer, ergonomisch geformter Sitze des italienischen Herstellers Geven. Diese verfügen über horizontal verstellbare Kopfstützen, während Passagiere in der Business Class zusätzlich von einer weiter nach hinten verstellbaren Rückenlehne profitieren. Ein wesentlicher technischer Fortschritt ist die Ausstattung jedes Sitzplatzes mit USB-A- und USB-C-Anschlüssen sowie speziellen Halterungen für Tablets und Smartphones. Damit reagiert Lufthansa auf das veränderte Nutzerverhalten der Fluggäste, die vermehrt eigene Endgeräte für das Unterhaltungsangebot während des Fluges nutzen.

Ein logistischer Schwerpunkt der Kabinenerneuerung liegt auf der Vergrößerung der Gepäckfächer um rund 40 Prozent. Durch ein neues Design können Handgepäckstücke nun vertikal statt horizontal verstaut werden, was die Kapazität deutlich erhöht. Die Airline verspricht sich davon einen effizienteren Boarding-Prozess, da Suchzeiten für freien Stauraum reduziert werden. Der Umbau eines einzelnen Flugzeugs nimmt etwa 30 Tage in Anspruch, wobei rund 1.000 neue Bauteile von etwa 100 verschiedenen Zulieferern verbaut werden. Das Projekt wird von der Wartungstochter Lufthansa Technik koordiniert, die für die zertifizierte Integration der neuen Komponenten verantwortlich zeichnet.

Branchenexperten werten diese Investition als notwendigen Schritt, um den gestiegenen Erwartungen im Premium-Segment gerecht zu werden. Während Mitbewerber oft auf gewichtsoptimierte, aber weniger komfortable Sitzmodelle setzen, versucht Lufthansa durch die Aufwertung der Bestandsflotte eine einheitliche Markenwahrnehmung über alle Streckennetze hinweg zu erzielen. Die Modernisierung betrifft einen wesentlichen Teil der europäischen Flotte und soll die operative Lebensdauer der Airbus-Maschinen verlängern, während parallel dazu die Auslieferung werksneuer Flugzeuge mit modernster Kabinentechnologie fortgesetzt wird.

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