Sitz in einem A320 von Lufthansa (Foto: jan Gruber).
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Lufthansa reduziert Flugangebot nach Südosteuropa für den Winter 2026/27

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Die Deutsche Lufthansa hat ihre Flugpläne für die kommende Wintersaison, die vom 24. Oktober 2026 bis zum 27. März 2027 läuft, umfassend revidiert und dabei das wöchentliche Angebot im Vergleich zur ursprünglichen Planung um etwa 480 Flüge gekürzt. Im Jahresvergleich entspricht dies einer Reduktion von mehr als 800 Diensten pro Woche.

Diese Maßnahme ist Teil einer konzernweiten Konsolidierung des Kurz- und Mittelstreckenverkehrs an den sechs Drehkreuzen der Lufthansa Group. Ziel dieser Kapazitätsanpassungen ist es, die Rentabilität der Kernmarke zu steigern und die operativen Abläufe an den Hubs Frankfurt und München zu optimieren. Besonders betroffen von diesen Streichungen sind wichtige Verbindungen in die Region des ehemaligen Jugoslawiens, darunter die Hauptstädte Sloweniens, Kroatiens und Serbiens.

In Ljubljana kommt es zu einem vorübergehenden vollständigen Rückzug von der Strecke nach München. Nachdem die Verbindung bereits im April 2026 aufgrund der Schließung der Tochtergesellschaft CityLine temporär ausgesetzt wurde, strich die Airline nun alle geplanten zehn wöchentlichen Flüge für den gesamten Winterzeitraum. Eine Wiederaufnahme ist erst für den Sommerflugplan ab Ende März 2027 vorgesehen. Die Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt bleibt hingegen mit zwei täglichen Rotationen stabil. Diese Entscheidung spiegelt den strategischen Fokus wider, Verkehrsströme in Ljubljana auf den Hub Frankfurt zu konzentrieren, während München als Zubringerknoten für diesen spezifischen Markt vorerst entfällt.

Für den Standort Zagreb sieht die neue Planung eine Halbierung der Frequenzen von und nach Frankfurt vor. Statt der ursprünglich vorgesehenen zwei täglichen Verbindungen wird nur noch ein Flug pro Tag durchgeführt. Um die Kapazitätseinbußen abzufedern, setzt Lufthansa auf dieser Strecke verstärkt auf Wet-Lease-Kapazitäten der Tochtergesellschaft Air Dolomiti. Eine leichte Kompensation erfolgt über das Drehkreuz München, wo die Frequenzen nach Zagreb stabil bei zwei täglichen Flügen gehalten werden, was je nach Monat einer geringfügigen Steigerung gegenüber dem Vorwinter entspricht. Dennoch bleibt die Gesamtzahl der verfügbaren Sitzplätze für Reisende aus Kroatien deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen.

In Belgrad reduziert Lufthansa die wöchentliche Frequenz nach München um einen Flug auf insgesamt 13 wöchentliche Rotationen. Trotz dieser aktuellen Kürzung plant die Airline ab Januar 2027 eine leichte Erhöhung des Angebots im Vergleich zum Vorjahr, sofern keine weiteren Anpassungen notwendig werden. Marktbeobachter werten diese großflächigen Korrekturen als Reaktion auf anhaltende Personalengpässe und technische Herausforderungen innerhalb der Flotte. Die Strategie der Gruppe sieht vor, das Streckennetz der Kernmarke Lufthansa punktuell auszudünnen, um die operative Stabilität in den verbleibenden Netzwerkteilen zu gewährleisten und gleichzeitig Kosten im Kurzstreckensegment zu senken.

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