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Lufthansa, Ryanair und 19 weitere Airlines stoppen irreführende Klima-Aussagen

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Lufthansa, Eurowings, Ryanair und insgesamt 21 europäische Fluggesellschaften haben sich verpflichtet, ihre Werbung und Kommunikation zu ändern, nachdem die EU-Kommission und die nationalen Verbraucherschutzbehörden (CPC-Netzwerk) irreführende Praktiken moniert hatten. Die Airlines verzichten künftig darauf, gegenüber Verbrauchern den Eindruck zu erwecken, dass die CO2-Emissionen eines Fluges durch finanzielle Beiträge zu Klimaschutzprojekten oder durch die Verwendung alternativer Kraftstoffe vollständig neutralisiert, ausgeglichen oder direkt reduziert werden könnten.

Die Einigung, die das Ergebnis eines Dialogs mit der EU-Kommission ist, betrifft eine breite Palette von Werbeaussagen, die von Kritikern oft als „Ablasshandel“ oder Greenwashing bezeichnet wurden. Die Fluggesellschaften stellten in der Vergangenheit die Möglichkeit einer Kompensation in den Vordergrund, die durch finanzielle Unterstützung von Projekten wie Aufforstung den Eindruck eines „klimaneutralen Fluges“ erweckte. Tatsächlich aber wird dabei nicht der spezifische CO2-Ausstoß des einzelnen Fluges direkt ausgeglichen.

Neben dem Verzicht auf Aussagen zur Neutralisierung von Emissionen haben sich die Airlines auch dazu verpflichtet, die Bezeichnung „nachhaltiger Flugkraftstoff“ (SAF) nur noch mit angemessener Klarstellung zu verwenden und auf vage, allgemein „grüne Sprache“ zu verzichten. Die EU-Kommission hatte die Fluggesellschaften bereits im April 2024 aufgefordert, potenziell irreführende Praktiken einzustellen.

Der europäische Verbraucherschutzdachverband BEUC (Bureau Européen des Unions de Consommateurs) begrüßte die Verpflichtung der Airlines ausdrücklich. Generaldirektor Agustín Reyna betonte, es sei höchste Zeit gewesen, dass die Fluggesellschaften aufhören, das Fliegen als eine nachhaltige Option darzustellen. Er stellte klar, dass das Bezahlen von „grünen Tarifen“ zur Finanzierung von Baumpflanzungen keine Garantie dafür biete, dass Flugzeugemissionen tatsächlich aus der Luft entfernt werden.

Die betroffenen Airlines, zu denen neben den genannten auch Austrian Airlines, SWISS, SAS, Air France und Easyjet gehören, müssen nun ihre Kommunikationsstrategien anpassen. Die Maßnahme zielt darauf ab, dem Wunsch der Verbraucher nach präzisen und wissenschaftlich fundierten Informationen über die Umweltleistung von Produkten und Dienstleistungen nachzukommen, um eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen.

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