Der Instandhaltungsbetrieb Lufthansa Technik hat zum Beginn des Ausbildungsjahres 2026 insgesamt 287 neue Auszubildende und dual Studierende an seinen deutschen Standorten aufgenommen. Alle angebotenen Ausbildungs- und Studienplätze konnten nach Unternehmensangaben vollständig besetzt werden.
Die Nachwuchskräfte verteilen sich auf technische, logistische und kaufmännische Berufe sowie auf praxisintegrierte Studiengänge. Der Ausbildungsstart fällt mit dem 70-jährigen Jubiläum der betrieblichen Ausbildung des Unternehmens zusammen, die 1956 mit 40 Lehrlingen am Standort Hamburg begann.
Der Hauptstandort Hamburg bleibt mit 220 Neuaufnahmen – darunter 191 Auszubildende und 29 dual Studierende – das operative Zentrum der betrieblichen Bildung innerhalb der Unternehmensgruppe. An den weiteren Standorten verzeichnet das Unternehmen geringere Einstellungszahlen: In Frankfurt beginnen 26 Nachwuchskräfte, bei der Tochtergesellschaft AERO Alzey treten 20 Personen ihren Dienst an, und am Joint-Venture-Standort N3 Engine Overhaul Services in Arnstadt nehmen 19 Jugendliche eine Ausbildung auf. Am Standort München wurden zwei Ausbildungsplätze im Bereich Lagerlogistik besetzt.
Die Eigenausbildung dient dem Instandhaltungsunternehmen primär zur Abdeckung des langfristigen Bedarfs an qualifizierten Fachkräften in Spezialbereichen wie Fluggerät-, Triebwerks- und Elektroniktechnik. Arbeitsmarktexperten verweisen jedoch darauf, dass der Aufwand für die Ausbildung angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels im gesamten Flugzeugwartungssektor hoch bleibt. Die Konkurrenz durch andere Industriebranchen sowie der demografische Wandel erhöhen den Druck auf Industrieunternehmen, Ausbildungsangebote kontinuierlich an veränderte technologische Anforderungen und Anforderungsprofile anzupassen.
Parallel zum Beginn des neuen Jahrgangs hat das Unternehmen bereits das Bewerbungsverfahren für den Ausbildungsstart im Jahr 2027 eröffnet. Trotz der stabilen Besetzungsquoten im aktuellen Jahrgang steht die Branche vor der Aufgabe, die Abbrecherquoten während der mehrjährigen Ausbildungszeit gering zu halten und den Absolventen nach dem Abschluss langfristige Perspektiven im Konzern zu bieten. Die Verteilung der Ausbildungsplätze verdeutlicht zudem eine starke Konzentration auf den Standort Hamburg, während regionale Standorte vergleichsweise kleine Jahrgänge ausbilden.