Nach der jüngsten Wahl in Deutschland fordert die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) eine stärkere politische Unterstützung für den Luftverkehrsstandort Deutschland. ADV-Präsidentin Aletta von Massenbach betonte die Bedeutung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen, um die wirtschaftliche Anbindung Deutschlands an internationale Märkte zu sichern. Der Verband sieht in hohen Steuern und Gebühren eine Belastung für Flughäfen und Airlines, die das Wachstum des Luftverkehrs hemme.
Zu den zentralen Forderungen der ADV gehört die Abschaffung der Luftverkehrsteuer, eine Senkung der Gebühren für die Luftsicherheit sowie eine staatliche Kostenbeteiligung an pandemiebedingten Einnahmeausfällen der Flugsicherung. Insbesondere kleinere Flughäfen sollten durch eine Übernahme der Flugsicherungskosten entlastet werden. Zudem fordert der Verband eine staatliche Finanzierung von Maßnahmen zur Drohnendetektion und -abwehr.
Ein weiteres Anliegen ist die Sicherung der Betriebszeiten von Flughäfen, insbesondere von Frachtdrehkreuzen, sowie der Ausbau internationaler Direktverbindungen. Neue Luftverkehrsabkommen mit Drittstaaten seien notwendig, um die globale Vernetzung deutscher Flughäfen zu verbessern. Zudem mahnt die ADV eine Vereinfachung bürokratischer Prozesse an, um Flughäfen finanziell unabhängiger zu machen.