Die privatgeführte iranische Fluggesellschaft Mahan Air baut ihre Verbindungen nach Südostasien für die Winterflugplanperiode 2026/27 schrittweise aus.
Trotz fortbestehender Wirtschaftssanktionen der USA gegen das Unternehmen erhöht die Fluggesellschaft ab Ende Oktober 2026 die Bedienfrequenzen auf ihren Routen nach Vietnam und setzt auf den Verbindungen nach Thailand Großraumflugzeuge ein.
Auf der Strecke vom Drehkreuz Teheran-Imam Khomeini in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi verdoppelt Mahan Air das Angebot ab dem 27. Oktober 2026 von einem zweiwöchentlichen Turnus auf eine wöchentliche Verbindung. Zum Einsatz kommt ein Airbus A340-300. Analog dazu wird auch die Route nach Ho-Chi-Minh-Stadt ab dem 25. Oktober 2026 auf einen wöchentlichen Rhythmus umgestellt. Die Anbindungen nach Vietnam wurden von der Airline erst im Spätsommer 2026 neu in das internationale Streckennetz aufgenommen.
Parallel dazu sichert die Fluggesellschaft ihre Kapazitäten auf der stark frequentierten Route zwischen Teheran und dem Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi. Ab dem 25. Oktober 2026 bedient Mahan Air die thailändische Hauptstadt dreimal wöchentlich mit Großraumflugzeugen des Typs Airbus A340-600. Die Ausweitung der Frequenzen verdeullicht das Bestreben des Carriers, die Passagierströme zwischen dem Nahen Osten und südostasiatischen Zielmärkten verstärkt über das eigene Drehkreuz in Teheran zu leiten.
Luftfahrtanalysten verweisen in diesem Zusammenhang auf die operativen Herausforderungen des Unternehmens. Da der Flottenunterhalt aufgrund des US-Embargos und fehlenden Zugangs zu westlichen Originalersatzteilen erschwert ist, stützt sich der Flugbetrieb von Mahan Air stark auf ältere vierstrahlige Airbus-Modelle. Der verstärkte Einsatz dieser Muster auf Langstrecken nach Asien erfordert eine intensive Instandhaltungslogistik, sichert dem Carrier jedoch Marktanteile im ostasiatischen Reise- und Transitverkehr.