Malta: Einreisedokumente sollten in Papierform vorgelegt werden

Flaggen der EU und Maltas (Foto: Lilly Borg).
Flaggen der EU und Maltas (Foto: Lilly Borg).

Malta: Einreisedokumente sollten in Papierform vorgelegt werden

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Reisen in Zeiten von Corona erfordert unter Umständen einiges an Vorbereitung. Die Vorgaben unterscheiden sich auch innerhalb der Europäischen Union stark. Daran wird auch der geplante Grüne Pass nicht viel ändern. Den Mitgliedsstaaten steht es weiterhin frei die Einreisebestimmungen selbst festzulegen.

Das hat zur Folge, dass auch mit dem Start des Grünen Passes auf EU-Ebene nicht alle Länder die Ergebnisse von Antigen-Schnelltests akzeptieren werden. Erst kürzlich gab Spanien bekannt, dass für die Einreise auch Schnelltest-Befunde ausreichend sind. Zuvor pochte man auf PCR-Ergebnisse.

Dass Geimpfte noch nicht in allen EU-Staaten Einreiseerleichterungen bekommen, zeigt das Beispiel Malta. Der Mittelmeerstaat akzeptiert vorerst nur maltesische Impfzertifikate. Um dieses erlangen zu können, ist eine maltesische ID-Card erforderlich. Für alle anderen heißt es weiterhin: Vorlage eines negativen PCR-Tests erforderlich – Impfung hin oder her.

Geplant ist, dass mit dem EU-weiten Start des Grünen Passes auch ausländische Impfungen zur Einreise nach Malta berechtigen, jedoch ist es bis dahin noch ein langer Weg. Österreich wird zumindest vorläufig die Impfungen nicht in den Grünen Pass implementieren. Die Politik spielt das Problem herunter und verweist darauf, dass man sich ja den elektronischen Impfpass ausdrucken lassen könne. Dieser wird unter anderem von Malta und Deutschland nicht anerkannt, da formelle Anforderungen nicht erfüllt sind.

Für die Einreise in den Mittelmeerstaat sind daher weiterhin das PLF-Formular sowie eine Erklärung, dass man sich in den letzten Tagen nur in bestimmten Staaten aufgehalten hat, erforderlich. Zusätzlich muss ein negativer PCR-Befund, der nicht älter als 72 Stundens ein darf, vorgewiesen werden. Es wird dringend empfohlen die Dokumente in Papierform mitzunehmen, da nach der formellen Einreise eine Kontrolle durch das Gesundheitsamt stattfindet. Bei dieser werden die Formulare und der PCR-Befund abgesammelt. Ergebnisse von Antigen-Schnelltests berechtigen nicht zur Einreise. Weiters ist es empfehlenswert, dass der PCR-Befund in englischer Sprache mitgenommen wird.

Wer kein Testergebnis vorweisen kann, muss sich zum Preis von 120 Euro einem PCR-Test am Airport Luqa unterziehen. Alternativ kann eine 14-tägige Quarantäne angetreten werden. Theoretisch kann die Testung auch in jedem anderen Testzentrum auf Malta und Gozo durchgeführt werden, jedoch muss dann der Befund an das Gesundheitsministerium geschickt werden und man ist bis zur formellen Aufhebung unter Quarantäne.

Tipps:

  • Wer sich am Ausfüllen der beiden Formulare unsicher ist, kann sich am Flughafen Luqa an das Personal des Gesundheitsministerium wenden. Dieses ist leicht erkennbar, da es berufstypische Dienstkleidung trägt. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamts helfen Passagieren beim Ausfüllen der Formulare. Achtung! Manche Fluggesellschaften wollen PCR und ausfüllte Formulare bereits vor dem Boarding vorgewiesen haben.
  • Die Einreiseerklärung (Office of Deputy Prime Minister) ist unter diesem Link zum Download bereitgestellt.
  • Das PLF-Formular ist unter diesem Link zum Download bereitgestellt.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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