Die Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss Air hat ihre operative Tätigkeit in Skandinavien ausgeweitet und am vergangenen Freitag die erste Flugverbindung nach Schweden aufgenommen. Die neue Route verbindet das Drehkreuz Zürich direkt mit dem Flughafen Luleå in Schwedisch-Lappland. Gemäß dem aktuellen Flugplan wird die Strecke bis zum 27. März 2026 jeweils einmal wöchentlich am Freitag bedient. Edelweiss reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Zielen im hohen Norden, die insbesondere für den Wintertourismus an Bedeutung gewonnen haben. Die Verbindung ergänzt das bestehende skandinavische Portfolio der Airline, das bereits Ziele in Norwegen und Finnland umfasst.
Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass die Region rund um Luleå als wirtschaftliches Zentrum Nordschwedens sowie als Tor zu touristischen Attraktionen wie dem Eishotel in Jukkasjärvi fungiert. Durch die neue Direktverbindung entfällt für Reisende aus der Schweiz das bisher notwendige Umsteigen am Flughafen Stockholm/Arlanda, was die Reisezeit erheblich verkürzt. Edelweiss setzt auf dieser Strecke primär Flugzeuge des Typs Airbus A320 ein. Branchenberichte stützen die Annahme, dass der Ausbau der Kapazitäten nach Lappland Teil einer größeren Strategie der Lufthansa-Tochter ist, um Marktanteile im Segment der hochpreisigen Winterreisen zu sichern.
Der Flughafen Luleå verzeichnete in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Zuwachs bei internationalen Direktverbindungen. Neben Edelweiss haben auch andere europäische Fluggesellschaften wie Eurowings und Transavia ihr Angebot nach Nordschweden ausgebaut, um von der steigenden Beliebtheit subarktischer Destinationen zu profitieren. Für den Standort Zürich bedeutet die neue Route eine weitere Diversifizierung des Flugplans in Richtung Nordeuropa. Die Flugzeiten am Freitag sind dabei gezielt auf Kurzurlauber und Wochenendtouristen abgestimmt, die für Aktivitäten wie Hundeschlittenfahrten oder Nordlichtbeobachtungen in die Region reisen.
Die Expansion nach Schweden erfolgt in einem wettbewerbsintensiven Umfeld, in dem spezialisierte Ferienfluggesellschaften verstärkt auf Nischenmärkte setzen. Während klassische Warmwasserziele gesättigt sind, bietet Schwedisch-Lappland aufgrund seiner Infrastruktur und Schneesicherheit stabile Wachstumsraten für Fluggesellschaften. Experten gehen davon aus, dass bei einer entsprechenden Auslastung der Maschinen eine Ausweitung des Flugangebots über die aktuelle Wintersaison hinaus geprüft wird. Die Kooperation mit lokalen Reiseveranstaltern in der Provinz Norrbotten spielt dabei eine wesentliche Rolle für die langfristige Rentabilität der neuen Flugverbindung.