Dezember 23, 2025

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Dezember 23, 2025

Instandsetzungsarbeiten am Flughafen Hamburg führen zu temporären Pistensperrungen

Der Flughafen Hamburg hat den Zeitplan für die routinemäßigen Wartungsarbeiten an seinen Start- und Landebahnen für das Jahr 2026 veröffentlicht. Um die Betriebssicherheit und die strukturelle Integrität der Flugbetriebsflächen dauerhaft zu gewährleisten, wird die Piste 05/23 (Nordost-Südwest) voraussichtlich im Zeitraum vom 17. Juni bis zum 1. Juli für den gesamten Flugverkehr gesperrt. In einem zweiten Bauabschnitt folgt die Piste 15/33 (Nordwest-Südost), die vom 9. bis zum 23. September aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen nicht zur Verfügung stehen wird. Während dieser zweiwöchigen Intervalle wird der gesamte Flugbetrieb über die jeweils verbleibende Bahn abgewickelt, was zu veränderten An- und Abflugrouten über dem Hamburger Stadtgebiet führt. Die technischen Maßnahmen während der Sperrphasen sind vielfältig und für den sicheren Flugbetrieb essenziell. Dazu gehört primär die großflächige Entfernung von Gummiabrieb, der durch die Reifen landender Flugzeuge in den Aufsetzzonen entsteht und bei Nässe die Griffigkeit der Fahrbahn reduziert. Parallel dazu werden Beton- und Asphaltfugen saniert, Risse verfüllt und die elektrische Infrastruktur der Pistenbefeuerung kontrolliert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erneuerung der Markierungen, die durch die hohe mechanische Belastung und Witterungseinflüsse regelmäßig verblassen. Diese Arbeiten sind nach internationalen Richtlinien der Zivilluftfahrt vorgeschrieben und dienen der Vorbeugung von größeren Schäden an der Bausubstanz. Zusätzliche Recherchen im Umfeld der Flughafenlogistik verdeutlichen, dass solche Sperrungen eine präzise Koordination mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) erfordern. Da Hamburg über ein Kreuzpisten-System verfügt, bleibt der Flughafen zwar voll betriebsfähig, jedoch verringert sich die maximale Kapazität der Flugbewegungen pro Stunde. Dies kann insbesondere in Stoßzeiten zu Verzögerungen im Flugplan führen. Die Wahl der Termine

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Markteintritt von Edelweiss in Schwedisch-Lappland

Die Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss Air hat ihre operative Tätigkeit in Skandinavien ausgeweitet und am vergangenen Freitag die erste Flugverbindung nach Schweden aufgenommen. Die neue Route verbindet das Drehkreuz Zürich direkt mit dem Flughafen Luleå in Schwedisch-Lappland. Gemäß dem aktuellen Flugplan wird die Strecke bis zum 27. März 2026 jeweils einmal wöchentlich am Freitag bedient. Edelweiss reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Zielen im hohen Norden, die insbesondere für den Wintertourismus an Bedeutung gewonnen haben. Die Verbindung ergänzt das bestehende skandinavische Portfolio der Airline, das bereits Ziele in Norwegen und Finnland umfasst. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass die Region rund um Luleå als wirtschaftliches Zentrum Nordschwedens sowie als Tor zu touristischen Attraktionen wie dem Eishotel in Jukkasjärvi fungiert. Durch die neue Direktverbindung entfällt für Reisende aus der Schweiz das bisher notwendige Umsteigen am Flughafen Stockholm/Arlanda, was die Reisezeit erheblich verkürzt. Edelweiss setzt auf dieser Strecke primär Flugzeuge des Typs Airbus A320 ein. Branchenberichte stützen die Annahme, dass der Ausbau der Kapazitäten nach Lappland Teil einer größeren Strategie der Lufthansa-Tochter ist, um Marktanteile im Segment der hochpreisigen Winterreisen zu sichern. Der Flughafen Luleå verzeichnete in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Zuwachs bei internationalen Direktverbindungen. Neben Edelweiss haben auch andere europäische Fluggesellschaften wie Eurowings und Transavia ihr Angebot nach Nordschweden ausgebaut, um von der steigenden Beliebtheit subarktischer Destinationen zu profitieren. Für den Standort Zürich bedeutet die neue Route eine weitere Diversifizierung des Flugplans in Richtung Nordeuropa. Die Flugzeiten am Freitag sind dabei gezielt auf Kurzurlauber und Wochenendtouristen abgestimmt, die für Aktivitäten wie Hundeschlittenfahrten

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Volotea ersetzt Ryanair am Flughafen Asturien und expandiert nach Brüssel

Die spanische Fluggesellschaft Volotea vollzieht zum Sommerflugplan 2026 eine strategische Neuausrichtung auf dem belgischen Markt. Erstmals wird der Low-Cost-Carrier den Hauptstadthafen Brüssel-Zaventem ansteuern und eine Direktverbindung nach Asturien im Norden Spaniens einrichten. Geplant sind drei wöchentliche Rotationen. Bisher beschränkte sich die Präsenz der Airline in Belgien ausschließlich auf den Flughafen Charleroi, von wo aus saisonale Ziele in Frankreich bedient wurden. Dieser Schritt markiert den Einstieg von Volotea in das Segment der größeren internationalen Drehkreuze und stärkt die Anbindung der nordspanischen Region an das europäische Zentrum. Hintergrund dieser Expansion ist der angekündigte Rückzug des Konkurrenten Ryanair vom Flughafen Asturien zum Ende der laufenden Wintersaison. Die irische Fluggesellschaft streicht im kommenden Sommer rund 1,2 Millionen Sitzplätze an spanischen Regionalflughäfen und stellt unter anderem die Verbindung zwischen Asturien und Charleroi ein. Ryanair begründet diesen Schritt mit den geplanten Gebührenerhöhungen des spanischen Flughafenbetreibers AENA. Volotea nutzt das entstehende Vakuum und baut die Kapazitäten in Asturien massiv aus, um die Marktführerschaft an diesem Standort zu übernehmen. Zusätzlich zur neuen Brüssel-Route weitet Volotea das Streckennetz ab Asturien auf Ziele wie Paris, Rom, Porto und Florenz aus. Um der erwarteten Nachfragesteigerung gerecht zu werden, plant das Unternehmen eine Flottenanpassung durch den verstärkten Einsatz von Airbus A320-Maschinen, die über eine höhere Sitzplatzkapazität verfügen als die bisher genutzten A319. Marktanalysen zeigen, dass Asturien als Reiseziel aufgrund seiner spezifischen Küstenlandschaft und kulinarischen Tradition zunehmend an Bedeutung gewinnt, während der Massentourismus dort bisher weniger stark ausgeprägt ist als an den Mittelmeerküsten. Für den Flughafen Brüssel bedeutet der Eintritt von Volotea eine

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Erstflug von Nürnberg nach Beirut: Sundair verbindet Franken mit dem Libanon

Die deutsche Fluggesellschaft Sundair hat am 23. Dezember 2025 ihr Streckennetz ab dem Flughafen Nürnberg erweitert. Mit dem Erstflug in die libanesische Hauptstadt Beirut bedient das Unternehmen eine für die Region bedeutsame Nischenroute. Die Verbindung wird im aktuellen Winterflugplan einmal wöchentlich, jeweils am Dienstag, mit Flugzeugen der Airbus-A320-Familie durchgeführt. Sundair, die mehrheitlich zum Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen gehört, setzt für diese Langstrecke Maschinen vom Typ Airbus A320 oder A319 ein, die je nach Konfiguration Platz für bis zu 180 Passagiere bieten. Die Flugzeit zwischen der Frankenmetropole und der Mittelmeerküste beträgt etwa vier Stunden. Für den Flughafen Nürnberg stellt die neue Verbindung eine strategische Ergänzung dar, da die Metropolregion eine der größten libanesischen Gemeinschaften in Süddeutschland beheimatet. Bisher mussten Reisende für Besuche bei Angehörigen oft zeitintensive Umsteigeverbindungen über internationale Drehkreuze wie Istanbul oder Paris in Kauf nehmen. Die Nonstop-Verbindung zielt daher primär auf den Bereich der Familienbesuche ab, bietet jedoch auch Potenzial für den Kulturtourismus. Beirut gilt traditionell als bedeutendes Wirtschaftszentrum der Region, wobei die Nachfrage nach Direktflügen in den vergangenen Jahren trotz politischer Instabilitäten stetig gewachsen ist. Die Aufnahme der Flugverbindung erfolgt in einer politisch komplexen Phase. Das Auswärtige Amt in Berlin hält für den Libanon weiterhin eine Teilreisewarnung aufrecht, wobei insbesondere vor Reisen in Grenzgebiete und bestimmte Stadtteile Tripolis gewarnt wird. Dennoch hat sich die Sicherheitslage nach dem Waffenstillstandsabkommen vom November 2024 zwischen Israel und dem Libanon stabilisiert, was Fluggesellschaften wie Sundair und Middle East Airlines (MEA) dazu bewogen hat, ihre Kapazitäten ab Deutschland wieder hochzufahren. Passagiere werden dazu angehalten, sich

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Fusion der mexikanischen Billigflieger Viva Aerobus und Volaris unter einer Holding

Die beiden führenden mexikanischen Low-Cost-Airlines Viva Aerobus und Volaris haben die Bildung einer gemeinsamen Dachgesellschaft beschlossen. Diese strategische Entscheidung, die von den Aufsichtsräten beider Unternehmen einstimmig verabschiedet wurde, sieht eine Fusion unter einer gemeinsamen Holding-Struktur vor. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Marktposition im hart umkämpften mittelamerikanischen Luftverkehrssektor zu stärken und das Wachstum sowohl auf dem Inlandsmarkt als auch auf internationalen Routen zu beschleunigen. Der Abschluss der Transaktion ist für das Jahr 2026 geplant und steht derzeit unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden und die Aktionäre. Trotz der Zusammenführung unter einem Dach werden Viva Aerobus und Volaris operativ unabhängig bleiben. Beide Fluggesellschaften behalten ihre eigenen Markenidentitäten, Betriebsgenehmigungen und Managementteams bei. Die Aktionäre beider Parteien werden jeweils 50 Prozent der Anteile an der neuen Holding halten, die weiterhin an der mexikanischen Börse (BMV) sowie an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet bleibt. Als Vorsitzender der neuen Dachgesellschaft wurde Roberto Alcántara Rojas nominiert, der aktuell den Aufsichtsrat von Viva Aerobus leitet. Diese Struktur soll sicherstellen, dass die Synergien genutzt werden, ohne den direkten Wettbewerb um Passagiere vollständig aufzuheben. Die wirtschaftlichen Vorteile des Zusammenschlusses liegen vor allem in der Realisierung von Skaleneffekten. Durch den gemeinsamen Einkauf und die Verwaltung der Flotten erhoffen sich die Partner niedrigere Betriebskosten und einen verbesserten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Branchenexperten weisen darauf hin, dass diese finanzielle Stärkung notwendig ist, um der dominierenden Marktstellung von Aeroméxico und dem zunehmenden Druck durch US-amerikanische Airlines auf Transatlantik- und Regionalrouten entgegenzuwirken. Geplant ist zudem eine Ausweitung des Streckennetzes

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Automatisierte Gepäckaufgabe am Flughafen Bremen startet 2026

Der Flughafen Bremen modernisiert seine Abfertigungsprozesse und führt im Laufe des kommenden Jahres sogenannte Self-Bag-Drop-Automaten ein. Wie die Flughafenverwaltung bestätigte, können Passagiere nach einem bereits erfolgten Online-Check-in ihr Reisegepäck künftig eigenständig an speziellen Terminals aufgeben. In einer ersten Phase wird dieser Service exklusiv für Fluggäste der Lufthansa zur Verfügung stehen. Das System ist darauf ausgelegt, die Wartezeiten an den Schaltern zu verkürzen und den Passagierfluss im Terminal zu optimieren. Trotz der zunehmenden Automatisierung soll Bodenpersonal weiterhin in unmittelbarer Nähe bereitstehen, um bei technischen Problemen oder Fragen unterstützend einzugreifen. Die technische Aufrüstung in Bremen folgt einem bundesweiten Trend an deutschen Verkehrsflughäfen. Ähnliche Systeme sind bereits an den Drehkreuzen Frankfurt und München sowie an Regionalflughäfen wie Hamburg oder Düsseldorf erfolgreich im Einsatz. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Einführung solcher Automaten die Effizienz der Bodenabfertigung um bis zu 30 Prozent steigern kann, da der Wiege- und Etikettierungsvorgang standardisiert abläuft. Für den Flughafen Bremen bedeutet dieser Schritt eine notwendige Anpassung an moderne Industriestandards, um im Wettbewerb der Regionalflughäfen attraktiv zu bleiben und Spitzenzeiten, etwa während der Ferienmonate, besser bewältigen zu können. Perspektivisch plant die Geschäftsführung des Bremer Flughafens, das Angebot auf weitere Fluggesellschaften auszuweiten. Insbesondere die am Standort stark vertretenen Airlines wie Ryanair oder Eurowings gelten als potenzielle nächste Partner für die Nutzung der Automaten. Die Installation der neuen Hardware erfordert bauliche Anpassungen im Check-in-Bereich, die bei laufendem Betrieb durchgeführt werden. Neben der Zeitersparnis für die Reisenden verspricht sich der Flughafenbetreiber durch die Digitalisierung der Gepäcklogistik auch eine präzisere Datenerfassung und eine Verringerung

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Finanzielle Einigung in der Kanalinsel-Luftfahrt: Guernsey Ports schließt Schuldenstreit mit Flugzeugeigentümern ab

Die Insolvenz der Regionalfluggesellschaft Blue Islands hat die Luftverkehrsinfrastruktur der Kanalinseln vor erhebliche logistische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Nach wochenlangen Verhandlungen konnte der staatliche Betreiber Guernsey Ports nun eine Einigung mit den Eigentümern zweier festgesetzter Flugzeuge des Typs ATR 72 erzielen. Durch diesen Vergleich wird ein Großteil der ausstehenden Gebühren beglichen, was die Freigabe der Maschinen ermöglicht. Der Zusammenbruch von Blue Islands am 14. November 2025 hatte nicht nur den lokalen Flugverkehr zwischen Guernsey und Jersey zum Erliegen gebracht, sondern auch weitreichende Folgen für den britischen Regionalverkehr und die Anbindung an den Flughafen London Gatwick. Während die juristischen Auseinandersetzungen um die Altschulden beigelegt werden, ordnet die Regierung von Guernsey den Markt neu: Die Flugverbindung nach Jersey wurde als essenziell eingestuft, und die staatseigene Fluggesellschaft Aurigny Air Services erhielt bereits die erste entsprechende Lizenz für den Linienbetrieb ab Januar 2026. Juristische Komplexität und finanzielle Sicherung Der Fall Blue Islands verdeutlicht die Komplexität internationaler Leasingstrukturen im Luftverkehr. Nachdem die Fluggesellschaft ihren Betrieb abrupt einstellen musste, blieben zwei Turboprop-Maschinen auf dem Rollfeld von Guernsey zurück. Es handelt sich dabei um eine ATR 72-500, die sich im Besitz von Abelo Capital Aviation befindet, und eine modernere ATR 72-600, die Jetstream Aviation Capital gehört. Guernsey Ports hatte von seinem Recht Gebrauch gemacht, die Maschinen als Pfand für unbezahlte Lande- und Abfertigungsgebühren zurückzuhalten. Mark Helyar, Präsident des Trading Supervisory Board und zuständig für die Überwachung des Flughafens, bezeichnete die nun getroffene Vereinbarung als sehr positiv für die Insel. Obwohl die genaue Höhe der ausstehenden Summen unter

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Air Arabia nimmt Flugbetrieb zwischen Schardscha und Prag wieder auf

Die Fluggesellschaft Air Arabia hat eine neue tägliche Nonstop-Verbindung zwischen ihrem Drehkreuz am Sharjah International Airport und dem Václav-Havel-Flughafen in Prag gestartet. Damit kehrt der Billigflieger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einer fünfjährigen Unterbrechung auf den tschechischen Markt zurück. Die Route wird mit modernen Maschinen des Typs Airbus A320neo bedient. Durch die tägliche Frequenz zielt die Airline darauf ab, die wachsende Nachfrage im Freizeit- und Geschäftsreiseverkehr zwischen Zentraleuropa und der Golfregion zu decken. Die Ankunft des Erstfluges wurde in Prag mit einer offiziellen Zeremonie gewürdigt, die die strategische Bedeutung der Verbindung für den tschechischen Luftverkehrsstandort unterstreicht. Für den Flughafen Prag bedeutet die Rückkehr von Air Arabia eine signifikante Stärkung der Konnektivität in Richtung Osten. Über das Drehkreuz in Schardscha erhalten Passagiere Zugang zu einem weitreichenden Streckennetz, das über den Nahen Osten hinaus bis nach Ostafrika, auf den indischen Subkontinent und nach Südostasien reicht. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass der Flughafen Prag gezielt daran arbeitet, seine Langstreckenkapazitäten und die Anbindungen an internationale Hubs außerhalb Westeuropas auszubauen. Die neue Verbindung konkurriert dabei teilweise mit bestehenden Angeboten anderer Golf-Airlines, die den Flughafen Dubai bedienen, bietet jedoch durch das Low-Cost-Modell von Air Arabia eine preislich attraktive Alternative für kostenbewusste Reisende. Die Expansion nach Prag ist Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie von Air Arabia im europäischen Raum. Das Streckennetz ab Schardscha umfasst bereits Metropolen wie Wien, Athen, Mailand-Bergamo, Krakau und Warschau. Die Airline nutzt die Reichweitenvorteile des Airbus A320neo, um mittelstreckentaugliche Ziele effizient zu erreichen. An Bord wird ein hybrides Servicekonzept verfolgt, das Streaming-Entertainment und ein

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Erstflug des Eve Air Mobility Prototyps läutet Testphase für elektrische Flugtaxis ein

Die Zukunft des städtischen Luftverkehrs hat am 19. Dezember 2025 einen bedeutenden Fortschritt verzeichnet. Auf dem Testgelände von Embraer in Gavião Peixoto, im brasilianischen Bundesstaat São Paulo, absolvierte der erste Prototyp von Eve Air Mobility erfolgreich seinen Jungfernflug. Bei dem Test handelte es sich um einen unbemannten Schwebeflug, der ferngesteuert durchgeführt wurde und die Integration der kritischen Flugsysteme validierte. Dieser Erstflug markiert den offiziellen Beginn eines umfassenden Testprogramms, mit dem das Tochterunternehmen des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer die Zulassung für das Jahr 2027 anstrebt. Das vollelektrisch betriebene Fluggerät, das vertikal starten und landen kann (eVTOL), soll künftig als Lufttaxi in Metropolen eingesetzt werden, um die Bodeninfrastruktur zu entlasten und schnelle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu ermöglichen. Mit einem Auftragsbestand von bereits rund 2.800 Vorbestellungen und einer engen Zusammenarbeit mit der brasilianischen Luftfahrtbehörde ANAC positioniert sich Eve als einer der führenden Akteure in diesem technologisch anspruchsvollen Marktsegment. Technische Validierung und Flugverhalten Während des Erstflugs konzentrierten sich die Ingenieure vor allem auf die Überprüfung der Kontrollgesetze und die Energieverwaltung des Fluggeräts. Der Prototyp nutzt eine Konfiguration mit acht dedizierten Hubrotoren für den vertikalen Flug und einem separaten Schubpropeller für den Vorwärtsflug. Luiz Valentini, Chief Technology Officer bei Eve, zeigte sich nach dem Test zufrieden und betonte, dass das Verhalten des Flugzeugs exakt den zuvor erstellten mathematischen Modellen entsprach. Besonders im Fokus standen die dynamische Reaktion der Zelle sowie der akustische Fußabdruck, da eine niedrige Lärmemission für die Akzeptanz von Flugtaxis im urbanen Raum als entscheidend gilt. Der Testflug in Gavião Peixoto diente zudem der Verifizierung der

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Forschungsprojekt zur Treibstoffgewinnung aus Tomatenbiomasse startet

Ein europäisches Forschungskonsortium unter Beteiligung führender technischer Universitäten widmet sich ab dem 1. Januar 2026 der Entwicklung eines neuartigen Flugkraftstoffs. Im Rahmen des EU-Projekts „ToFuel“ soll untersucht werden, wie Restbiomasse aus der Tomatenproduktion industriell zur Herstellung von Sustainable Aviation Fuel (SAF) genutzt werden kann. Das Konsortium besteht aus elf Partnern aus sieben Ländern, darunter die TU Graz, die TU Wien und die Montanuniversität Leoben sowie die Fraunhofer-Gesellschaft. Mit einem Budget von 3,5 Millionen Euro über eine Laufzeit von vier Jahren zielt das Vorhaben darauf ab, die bislang weitgehend ungenutzten Nebenprodukte der Agrarindustrie stofflich zu verwerten. Die Europäische Union gehört mit einer jährlichen Ernte von rund 17 Megatonnen zu den weltweit größten Produzenten von Tomaten. Bei der Ernte und Verarbeitung fallen erhebliche Mengen an Abfällen an, die aus Stängeln, Blättern, Schalen und Samen sowie beschädigten Früchten bestehen. Schätzungen der Projektbeteiligten zufolge könnten diese Rückstände theoretisch etwa drei Prozent des europäischen Bedarfs an alternativem Flugkraftstoff bis zum Jahr 2030 decken. Bisher werden diese organischen Reste zumeist thermisch verwertet oder entsorgt, ohne dass ihr energetisches Potenzial für den Luftverkehrssektor ausgeschöpft wird. Technologisch setzt das Projekt auf zwei unterschiedliche Verfahren zur Fraktionierung der Biomasse. Zum einen kommt die Extrusion zum Einsatz, bei der organisches Material unter hohem Druck und Hitze aufgebrochen wird, damit Mikroorganismen daraus Lipide für die Treibstoffproduktion gewinnen können. Zum anderen wird die hydrothermale Verflüssigung untersucht, die Biomasse in Bioöl und Biokohle transformiert. Die Einbindung großer Industriepartner wie Mutti und Podravka stellt sicher, dass ausreichende Mengen an Rohmaterial für die Pilotanlagen zur

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