Markus Söder lehnt künstliche Verteuerung von Flugtickets ab

Markus Söder (Foto: Rolf Poss/Bayerischer Landtag).
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Markus Söder lehnt künstliche Verteuerung von Flugtickets ab

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Deutschland befindet sich bereits mitten im Wahlkampf, denn im Herbst 2021 stehen die Wahlen zum Bundestag an. Unter anderem die Grünen drängen darauf, dass Flugtickets künstlich verteuert werden sollen und Kurzstreckenflüge nach Möglichkeit gar verboten werden sollten. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stemmt sich in einem Zeitungsinterview dagegen.

In einigen Staaten, darunter auch in Österreich, sind Politiker – besonders – aus dem Bereich der Grünen der Ansicht, dass Fliegen um jeden Preis künstlich verteuert werden sollte. Daraus erwartet man sich, dass der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zurückgeht, weil weniger geflogen wird. In manchen Ländern gibt es dafür Zustimmung aus der Sozialdemokratie, weil man sich bessere Arbeitsbedingungen und höhere Bezahlung für das Personal erwartet. Letzteres dürfte wohl eher ein Wunschdenken sein, weil Fluggesellschaften generieren bei möglicher höherer Besteuerung keine Mehreinnahmen.

Die Schweiz beabsichtigte Tickets über das so genannte CO2-Gesetz drastisch zu verteuern. Der Bundesrat machte aber die Rechnung nicht mit dem Wirt, sprich der Bevölkerung. Diese lehnte in einer Volksabstimmung das Vorhaben mehrheitlich ab. Damit liegen die Pläne Flugtickets über höhere Steuern künstlich teurer zu machen – zumindest vorläufig – auf Eis.

Im Gespräch mit der Bild am Sonntag vertritt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ansicht, dass „Fliegen kein Privileg von Reichen werden“ darf. Weiter sagt der der Politiker: „Es bringt nichts, die Flugpreise immer weiter zu erhöhen. Besser für den Klimaschutz wäre es, verstärkt an synthetischen Kraftstoffen zu forschen, damit am Ende auch klimaneutrales Fliegen möglich ist. Und wir müssen die Bahn ausbauen, mehr Geld in den ÖPNV investieren und bis 2030 das 365-Euro-Jahresticket für Busse und Bahnen in ganz Deutschland einführen. Da muss der Bund den Ländern und Kommunen mehr helfen als bisher“.

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