United-Schriftzug (Foto: Christian Lambert/Unsplash).
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Medizinischer Notfall zwingt United-Airlines-Flug zur Zwischenlandung in Kanada – Wetter verhindert Weiterreise

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Ein medizinischer Notfall an Bord eines United-Airlines-Fluges von Newark nach Dublin führte zu einer ungeplanten Landung im kanadischen St. John’s. Während der betroffene Passagier versorgt werden konnte, sorgt das anhaltend schlechte Wetter nun für erhebliche Verzögerungen bei der Weiterreise der übrigen Passagiere.

Der United-Airlines-Flug UA23, eine Boeing 777-200ER mit der Registrierung N217UA, startete am Abend des 13. Februar mit 37 Minuten Verspätung vom Newark Liberty International Airport (EWR) in Richtung Dublin. Etwa zwei Stunden nach dem Start erreichte die Maschine ihre Reiseflughöhe von 37.000 Fuß über dem Atlantik, als die Piloten eine Kursänderung vornahmen.

Grund für die Entscheidung war eine medizinische Notlage eines Passagiers, die eine sofortige Landung erforderlich machte. Da sich das Flugzeug bereits über dem Ozean befand, wählten die Piloten St. John’s International Airport (YYT) in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador als nächstgelegene Möglichkeit zur medizinischen Versorgung. Das Flugzeug setzte dort rund viereinhalb Stunden nach dem Start sicher auf.

Extreme Wetterbedingungen verhindern rasche Weiterreise

Während der Passagier nach der Landung umgehend in ein örtliches Krankenhaus gebracht wurde, standen die übrigen 276 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder vor einer neuen Herausforderung: Aufgrund heftiger Schneestürme und starker Winde blieb das Flugzeug in St. John’s am Boden.

United Airlines hatte zunächst eine Ersatzmaschine vorgesehen, um die gestrandeten Passagiere weiter nach Dublin zu bringen. Doch das anhaltend schlechte Wetter machte einen Abflug unmöglich. Auch am Folgetag konnte die Airline keine sichere Weiterreise garantieren.

Frust bei den Passagieren

Die Verzögerungen führten unter den Reisenden zu wachsendem Unmut. Mehrere Passagiere meldeten sich in den sozialen Netzwerken zu Wort und kritisierten die mangelnde Kommunikation seitens der Fluggesellschaft. Ein Fluggast beklagte, dass sie seit 24 Stunden ohne ihr aufgegebenes Gepäck auskommen mussten – ein besonders großes Problem angesichts der eisigen Temperaturen in Kanada.

United Airlines erklärte in einem offiziellen Statement, dass allen betroffenen Passagieren Hotelunterkünfte und Essensgutscheine zur Verfügung gestellt würden. Die Fluggesellschaft stehe in ständigem Kontakt mit den Wetterbehörden, um die schnellstmögliche Weiterreise zu organisieren.

St. John’s als wichtiger Notfallflughafen für Transatlantikflüge

Der Flughafen St. John’s spielt aufgrund seiner Lage an der Ostküste Nordamerikas eine strategische Rolle für Notlandungen transatlantischer Flüge. Immer wieder müssen Flugzeuge, die von Nordamerika nach Europa unterwegs sind, hier aufgrund technischer Probleme oder medizinischer Notfälle zwischenlanden.

Mit anhaltendem Winterwetter bleibt abzuwarten, wann United Airlines die Passagiere sicher nach Dublin bringen kann. Die Situation zeigt einmal mehr, wie wetteranfällig Transatlantikflüge in den Wintermonaten sein können und welche Herausforderungen sich für Fluggesellschaften sowie Passagiere ergeben.

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