Bank Austria Kunstforum Wien (Foto: Christian Jobst).
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„Mensch Berlin“ gastiert in Wien: Kunst aus Ost und West

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Die Jubiläumsausstellung „Mensch Berlin“ der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank und der Kunstsammlung der Berliner Volksbank ist vom 9. Juli bis zum 21. August 2025 im Bank Austria Kunstforum Wien zu sehen. Anläßlich des 40jährigen Bestehens der Kunstsammlung präsentiert die Schau über 120 Gemälde, Skulpturen und Papierarbeiten aus den Jahren 1950 bis 2011, die den künstlerischen Wandel des geteilten Berlins und seiner angrenzenden Regionen nachzeichnen. Die Ausstellung war bereits in Berlin ein großer Publikumserfolg.

In sieben thematisch gegliederten Räumen werden zentrale Positionen der Berliner Schule, der Leipziger Schule, der Neuen Wilden sowie der alternativen Ost-Berliner Kunstszene vorgestellt. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Sammlungsleitmotiv „Bilder vom Menschen – Bilder für Menschen“, ergänzt durch Berliner Stadtbilder und künstlerische Auseinandersetzungen mit der Mauer und der Zeit der Wiedervereinigung. Anja Mosbeck, die künstlerische Direktorin und Kuratorin der Ausstellung, betont, daß die Zeit des Umbruchs eine Phase des Umdenkens und der Annäherung war, in der Künstler in Ost und West ähnlichen visuellen Herausforderungen gegenüberstanden. Als Beispiel für diese Analogie werden die Gemälde „Frau mit weißer Schlange“ (1988) von Angela Hampel und „Zyklus fremde Frauen (2)“ (1986) von FRANEK genannt, die jeweils ein Selbstverständnis freier Weiblichkeit inszenieren.

Die Kunstsammlung, 1985 von der GrundkreditBank gegründet und 1999 durch die Fusion mit der Berliner Volksbank erweitert, überraschte mit ihrem anfänglich ungewöhnlichen Fokus auf Kunst aus der DDR. Heute umfaßt die Sammlung über 1.500 Werke von rund 200 Künstlern und ist Eigentum der gemeinnützigen Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank. Sebastian Pflum, Geschäftsführer und Direktor der Stiftung, erklärt, daß die erstmalige Präsentation dieser Ausstellung außerhalb der Bundesrepublik anläßlich des Jubiläums auch die enge kulturelle Verbundenheit zwischen Wien und Berlin feiere. Er verwies auf die symbolische Durchtrennung des Grenzzauns zwischen Österreich und Ungarn im Juni 1989, die vielen DDR-Bürgern die Ausreise vor dem Fall der Berliner Mauer ermöglichte.

Die Ausstellung in Wien ist leider von der bevorstehenden Schließung des Bank Austria Kunstforum Wien am Standort Freyung betroffen und muß daher bereits am 21. August 2025 enden, statt wie ursprünglich geplant am 31. August. Ingried Brugger, die Direktorin des Bank Austria Kunstforum Wien, sieht in der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank einen hochwertigen Abschied von der Freyung und zugleich einen Beginn für zukünftige, kooperative und innovative Ausstellungsprojekte an neuen Standorten. Der Eintritt zur Ausstellung im Bank Austria Kunstforum Wien ist frei, die Besichtigung ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr möglich.

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