Mietwagenschalter (Foto: Jan Gruber).
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Mietautos: Abholung am Terminal verursacht je nach Zielort erhebliche Mehrkosten

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Eine Marktuntersuchung des Buchungsportals billiger-mietwagen.de vom 13. Juli 2026 zeigt deutliche Preisunterschiede zwischen der Abholung eines Mietwagens direkt am Flughafen-Terminal und der Nutzung von externen Shuttle-Stationen.

Während der Komfort eines direkt im Terminalgebäude bereitstehenden Fahrzeugs an einzelnen europäischen Ferienzielen mit geringen Aufpreisen verbunden ist, schlägt die direkte Übergabe an anderen Standorten mit erheblichen Mehrkosten zu Buche. An der Spitze der prozentualen Aufschläge liegt das südspanische Málaga, wo die Terminal-Abholung durchschnittlich 80,7 Prozent mehr kostet als ein vergleichbares Angebot mit Zubringerbus. Den ausgeprägtesten absoluten Preisunterschied verzeichnet die griechische Insel Rhodos mit Mehrkosten von 150,44 Euro pro Woche. Marktbeobachter führen die großen Spannen auf unterschiedliche Gebührenstrukturen der Flughafenbetreiber, begrenzte Stellflächen in den Terminal-Parkhäusern sowie die Geschäftsmodelle der lokalen und internationalen Autovermieter zurück.

Ursachen für Preisdifferenzen und Gebührenstrukturen an Flughäfen

Die Preisgestaltung von Autovermietungen an Verkehrsflughäfen wird maßgeblich durch die jeweiligen Standortbedingungen und Konzessionsabgaben geprägt. Unternehmen, die Serviceschalter und Stellplätze direkt im Terminalgebäude oder den angrenzenden Parkgaragen betreiben, müssen an die Betreibergesellschaften der Flughäfen oft beträchtliche Entgelte entrichten. Diese Konzessionsgebühren bemessen sich häufig nach prozentualen Anteilen am erzielten Umsatz oder festen Pachtsummen pro Stellplatz.

Vermietunternehmen, deren Fuhrparks außerhalb des Flughafenareals auf kostengünstigeren Gewerbeflächen stationiert sind, entgehen diesen hohen Fixkosten weitgehend. Sie setzen Zubringerbusse ein, um die Kundschaft von den Ankunftsbereichen zu den eigenen Bedienstationen zu transportieren. Die dadurch eingesparten Infrastrukturkosten geben die Anbieter im Wettbewerb oft in Form von günstigeren Mietpreisen an die Kunden weiter. Je nach Auslastung der jeweiligen Flughäfen und dem Ausmaß der Konzessionsabgaben fallen die Preisabstände zwischen Terminal-Anbietern und Shuttle-Diensten extrem unterschiedlich aus.

Prozentuale Preisaufschläge im europäischen Vergleich

Im prozentualen Vergleich der untersuchten Standorte zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen verschiedenen Mittelmeerregionen. Hinter dem spanischen Festlandsflughafen Málaga, der mit einem Aufschlag von 80,7 Prozent für die Terminal-Abholung herausragt, folgen drei Urlaubsziele in Griechenland. Auf der Insel Rhodos beträgt der Preisunterschied für das direkte Entgegennehmen des Fahrzeugs am Terminal 59,6 Prozent. In der Hauptstadt Athen beläuft sich der Mehrpreis auf 57,9 Prozent, während in Thessaloniki ein Aufschlag von 38,8 Prozent ermittelt wurde.

Ebenfalls über dem Durchschnitt liegende Abweichungen weisen italienische Zielorte auf. In den süditalienischen Hafenstädten Brindisi und Bari zahlen Reisende für die Terminal-Abholung 27,8 Prozent beziehungsweise 27,7 Prozent mehr als für ein Angebot mit Shuttle-Transfer. In diesen Regionen schlägt die direkte Fahrzeugübernahme somit mit mehr als einem Viertel Aufpreis zu Buche.

Demgegenüber stehen europäische Flughäfen, an denen die Preisdifferenzen zwischen beiden Abholvarianten gering ausfallen. Den geringsten Unterschied verzeichnet die sardische Stadt Olbia mit lediglich 1,2 Prozent Mehrkosten. Auch am Flughafen der Kataloniencity Barcelona mit 1,9 Prozent, in Bilbao mit 2,0 Prozent sowie in Cagliari auf Sardinien und Funchal auf Madeira mit jeweils 2,6 Prozent fällt der finanzielle Vorteil eines Shuttle-Dienstes marginal aus. Ähnlich überschaubare Aufpreise für die Terminal-Abholung ergeben sich in Sevilla mit 3,4 Prozent, am Flughafen Teneriffa Süd mit 3,8 Prozent und in Palma de Mallorca mit 4,2 Prozent.

Erhebliche absolute Mehrkosten bei wöchentlicher Mietdauer

Betrachtet man die Preisunterschiede in absoluten Geldbeträgen auf Basis einer einwöchigen Mietdauer, wird die finanzielle Belastung für die Urlaubskasse an bestimmten Reisezielen noch deutlicher. Die Liste der absoluten Aufpreise wird von griechischen Standorten angeführt. Neben Rhodos mit Zusatzkosten von 150,44 Euro pro Woche müssen Kunden in Athen mit 142,58 Euro und in Thessaloniki mit 97,82 Euro rechnen, wenn sie den Weg zur externen Station vermeiden möchten.

In den italienischen Destinationen Brindisi und Bari liegen die wöchentlichen Mehrkosten mit 70,20 Euro beziehungsweise 70,06 Euro auf einem vergleichbar hohen Niveau. Auch am spanischen Flughafen Málaga summiert sich der Betrag für die direkte Übergabe am Terminal auf 68,95 Euro pro Woche. In diesen Fällen stellt die Inanspruchnahme eines Shuttle-Busses ein relevantes Einsparpotenzial dar.

Ganz anders stellt sich die Situation an Standorten mit geringem Absolutabstand dar. In Barcelona liegt der Wochenaufpreis für die direkte Terminal-Abholung bei lediglich 3,44 Euro, in Bilbao bei 4,92 Euro und am Flughafen Teneriffa Süd bei 5,11 Euro. Auch in Olbia mit 5,38 Euro, in Sevilla mit 6,70 Euro sowie in Funchal mit 6,90 Euro bleibt der Aufpreis deutlich unter der Zehn-Euro-Marke. An diesen Flughäfen wird der Komfortgewinn durch die Zeitersparnis bei der Fahrzeugübernahme von vielen Reisenden als angemessen gegenüber dem geringen Mehrpreis bewertet.

Abwägung zwischen Zeitaufwand und finanziellem Einsparpotenzial

Die Ergebnisse der Marktuntersuchung verdeutlichen, dass die Entscheidung für oder gegen einen Shuttle-Service vom jeweiligen Reiseziel abhängt. Während der Aufpreis an einigen Orten kaum ins Gewicht fällt, verteuert die Terminal-Abholung den Mietwagen an anderen Flughäfen erheblich. Frieder Bechtel, Pressesprecher von billiger-mietwagen.de, weist darauf hin, dass Urlauber bei der Buchung nicht nur den reinen Mietpreis, sondern auch den zeitlichen Ablauf berücksichtigen sollten.

Bei der Nutzung von Shuttle-Diensten müssen Reisende zusätzliche Wartezeiten auf den Bus, die Fahrtzeit zum Betriebsgelände des Vermieters sowie die erneute Rückfahrt bei der Fahrzeugrückgabe einplanen. Insbesondere in den Hauptreisezeiten des Sommers kann es an den Sammelpunkten der Shuttle-Busse zu Verzögerungen kommen. Steht dem Zeitaufwand nur eine Ersparnis von wenigen Euro gegenüber, bietet die direkte Abholung am Terminal spürbare Vorteile. Beläuft sich die Preisdifferenz jedoch auf Beträge von 70 bis über 150 Euro pro Woche, stellt der Zubringerbus für viele Budgets eine zweckmäßige Alternative dar.

Wettbewerbsdynamik auf dem europäischen Mietwagenmarkt

Der Mietwagensektor an europäischen Flughäfen ist durch einen intensiven Konkurrenzkampf zwischen internationalen Konzernen wie Hertz, Sixt, Avis und Europcar sowie regionalen Anbietern und Discount-Vermietern wie Goldcar, Centauro oder OK Mobility geprägt. Die großen Traditionsmarken sichern sich vorrangig die begehrten Schalterplätze direkt im Terminal, um Geschäftsreisende und preisunempfindlichere Urlauber anzusprechen.

Gleichzeitig haben sich auf dem Markt zahlreiche Anbieter etabliert, die ausschließlich mit externen Stationen operieren. Diese Unternehmen nutzen aggressive Preisstrategien auf Online-Vergleichsplattformen, um preisbewusste Kunden anzuziehen. Für Verbraucher empfiehlt es sich daher, bei Preisvergleichen genau zu prüfen, ob die Fahrzeugübergabe im Terminal stattfindet oder ein Transfer erforderlich ist, um unerwartete Überraschungen und Zusatzkosten bei der Ankunft zu vermeiden.

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