Mit patriotischem Anschreiben: Bees Airlines sammelt Spenden

Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).
Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).

Mit patriotischem Anschreiben: Bees Airlines sammelt Spenden

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Nicht näher namentlich genannte Mitarbeiter der ukrainischen Billigfluggesellschaft Bees Airline haben einen Hilfsfonds ins Leben gerufen. Dieser sammelt Spenden für verschiedene Sozialprojekte in der Ukraine.

Bereits kurz vor dem Beginn des Angriffs der Russischen Föderation gegen die Ukraine musste Bees Airline die komplette Boeing-737-Flotte ausfliegen. Hintergrund war, dass die Leasinggeber die sich zuspitzende Sicherheitslage als Risiko für ihr Eigentum betrachtet haben. Auch Mitbewerber wie SkyUp Airlines mussten die Flotten nach und nach außer Landes bringen. Bees Airline konnte den Flugbetrieb noch einige Tage aufrechterhalten, denn man bediente sich Wetlease-Gerät anderer Carrier. Allerdings war nach kurzer Zeit Schluss, denn unmittelbar nach dem Angriff der Russischen Föderation gegen die Ukraine wurde der Luftraum gesperrt. Dieser Zustand ist aufgrund des Krieges weiterhin aufrecht.

In einem durchaus patriotischen Anschreiben erklärt der ukrainische Billigflieger, dass man aufgrund des Krieges alle Pläne „bis zum Sieg“ verschieben musste. Im Wortlaut schreibt das Unternehmen: „Wir sind das Team von Bees Airline und haben uns aufrichtig bemüht, die Luftfahrt und den Tourismus in der Ukraine zu entwickeln. Aber der Krieg zwang uns, den Flugbetrieb vollständig einzustellen und alle Pläne bis zum Sieg zu verschieben. Wir glauben aufrichtig, dass wir Sie in naher Zukunft auf unseren Flügen begrüßen können. Aber gleichzeitig können wir nicht tatenlos zusehen. Jeder von uns an unserer Front leistet seinen Beitrag zu einem solchen ersehnten Sieg“.

Die Initiative „Future with Bees“ soll „für das Leben der Opfer zu kämpfen, ihre Rehabilitierung zu organisieren und gemeinsam mit fürsorglichen Menschen zum Wiederaufbau unseres Landes beizutragen“. Weiters ist zu lesen: „Nur mit vereinten Kräften kann man sich dem Aggressor widersetzen und auf die Rückkehr zum normalen Leben derjenigen zählen, die vom Krieg nicht verschont geblieben sind“.

Als konkrete Projekte, für die Bees Airline und ihre Konzernschwester Style Avia Spenden sammeln sind: Wiederaufbau einer zerstörten Schule in Mykhailo-Kotsyubynske in der Oblast Tschernihiw, Unterstützung des Bataillons „Hospitaliers“, das verwundete ukrainische Soldaten und Zivilisten versorgt, Unterstützung des Kinderzentrum für sozial-psychologische Rehabilitation in Nizhyn sowie des Krankenhaus Nr. 2 in Zhytomyr.

Konkret benötigt werden Finanzmittel für die Installation von 30 Fenstern in der Schule von Mykhailo-Kotsyubynske, tragbare Aspiratoren für das Bataillon „Hospitaliers“, Schulmaterial für die Wiederaufnahme des Unterrichts im Kinderzentrum für soziale und psychologische Rehabilitation und kritische medizinische Ausrüstung für das Krankenhaus Nr. 2.

Weiters gibt sich Bees Airline unmittelbar nach der Beschreibung der humanitären Projekte davon überzeugt, dass die Streitkräfte dieses Staats den Krieg mit Russland gewinnen werden. Im Wortlaut schreibt man: „Wir werden das Land gemeinsam wiederaufbauen und wiederherstellen, wir glauben an unsere Streitkräfte und den schnellstmöglichen Sieg, Ruhm für die Ukraine“.

Wer genau hinter der Initiative steht und wie die Gelder verteilt werden, ergibt sich auch aus der Homepage von „Future with Bees“ nicht. Genannt wird lediglich Yevhenii Khainatskiy, der vormals Geschäftsführer von SkyUp war und später an der Gründung von Bees Airline beteiligt war. Sofern die auf der Website genannten Besucherzahlen korrekt sind, hatte die Page bislang nur wenige Aufrufe.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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