Embraer 190 (Foto: Mitchell R Hope).
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Modernisierung der Regionalflotte bei QantasLink

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Das australische Luftfahrtunternehmen QantasLink hat mit der Ankunft des ersten Embraer E190 auf dem Flughafen Perth am 7. September 2026 den Generationswechsel in seiner westaustralischen Regionalflotte eingeleitet.

Das Flugzeug stellt den Auftakt für eine umfassende Erneuerung dar, bei der bis zu 14 Gebrauchtmaschinen dieses Typs die in die Jahre gekommenen Fokker F100 der Konzerntochter Network Aviation schrittweise ablösen sollen. Der planmäßige Einsatz im kommerziellen Flugbetrieb und im Charterverkehr für den Rohstoffsektor ist ab Januar 2027 vorgesehen. Die Umstellung betrifft ein zentrales Marktsegment der westaustralischen Wirtschaft, da der Transport von Arbeitskräften in abgelegene Bergbauregionen hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Fluggeräte stellt. Neben einer modernisierten Kabinenausstattung geht mit der Flottenumstellung ein umfangreiches Schulungsprogramm für das Personal vor Ort einher.

Überführungsflug und technische Details der neuen Flotte

Das erste Flugzeug der neuen E190-Flotte, das unter dem Luftfahrzeugkennzeichen VH-E9A registriert ist, legte vor seiner Ankunft in Perth eine mehrtägige Überführungsstrecke zurück. Die Route führte über eine Gesamtdistanz von rund 20 Flugstunden vom britischen Flughafen Norwich über Zwischenstopps in Bulgarien, Tadschikistan, Indien und Malaysia sowie über Broome im Norden Westaustraliens bis an das Zielzentrum Perth.

Bei den beschafften Maschinen handelt es sich um bis zu 14 Flugzeuge aus dem mittleren Lebenszyklussegment, die vor ihrem kommerziellen Ersteinsatz im Januar 2027 einer vollständigen Überarbeitung der Passagierkabine unterzogen werden. Der Embraer E190 bietet Platz für 100 Passagiere. Die Maschinen zeichnen sich gegenüber den bisher genutzten Fokker F100 durch eine erhöhte Reichweite sowie eine verbesserte Betriebseffizienz aus. Diese flugbetrieblichen Eigenschaften ermöglichen es dem Unternehmen, künftig flexibler auf Anforderungsprofile von Bergbauunternehmen zu reagieren und gegebenenfalls neue Direktverbindungen über längere Distanzen hinweg einzurichten.

Erneuerung der Kabine und Anpassung des Passagierkomforts

Im Rahmen der anstehenden Kabinenumgestaltung werden die Flugzeuge mit modernisierten Sitzen ausgestattet, die über verstellbare Kopfstützen, integrierte Halterungen für mobile Endgeräte sowie Ladeanschlüsse der Standards USB-A und USB-C verfügen. Zudem wird in allen Flugzeugen ein WLAN-System installiert, das Fahrgästen den Zugriff auf Unterhaltungsinhalte über die konzerneigene App auf ihren eigenen Geräten ermöglicht.

Mit der Einfügung des Embraer E190 führt QantasLink zudem das Angebot der Beförderungsklasse Economy Plus im westaustralischen Charter- und Regionalnetz ein. Dies beinhaltet für Passagiere unter anderem erweiterte Sitzabstände, eine bevorzugte Boarding-Prozedur sowie vorrangigen Zugriff auf die Staufächer für das Handgepäck. QantasLink reagiert damit auf geänderte Anforderungen von Geschäftskunden und Industriepartnern im westaustralischen Rohstoffgüter- und Personentransport.

Umfangreiches Schulungsprogramm für Boden- und Flugpersonal

Der Wechsel des Flugzeugtyps erfordert umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen für das operative Personal in Westaustralien. Bis Ende des Jahres 2026 absolvieren rund 70 Pilotinnen und Piloten, Kabinenbeschäftigte sowie Wartungsingenieure insgesamt 18.000 Schulungsstunden, um die Berechtigung für den Betrieb und die Instandhaltung der ersten E190-Maschinen zu erlangen. Im weiteren Verlauf des Flottenaufbaus soll das Ausbildungsprogramm auf mehr als 600 Beschäftigte ausgeweitet werden.

Trevor Worgan, Chief Operating Officer und Regional General Manager von Network Aviation Australia, wies auf die Bedeutung des Übergangs hin. Die Fokker F100 habe über fast zwei Jahrzehnte hinweg eine tragende Rolle bei der Anbindung der Regionen und der Versorgung des Bergbausektors gespielt. Nun gelte es, durch die Investition in neuere Flugzeugtypen die Einsatzfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte zu sichern. Worgan betonte, dass die geplante Flotte mit ihren reduzierten Lärmemissionen und der höheren Treibstoffeffizienz den Anforderungen von jährlich mehr als drei Millionen Passagieren auf diesen Strecken besser gerecht werde.

Tradition der Namensgebung und Modernisierung der A320-Flotte

Die bisher genutzten Fokker F100 wurden im Jahr 2008 von Network Aviation in Dienst gestellt, bevor das Unternehmen im Jahr 2011 vollständig in die QantasLink-Gruppe integriert wurde. Derzeit absolviert die F100-Flotte wöchentlich rund 120 Charter- und Linienflüge zu mehr als 25 Zielen in ganz Westaustralien. Eine traditionelle Besonderheit der Flotte besteht darin, dass jedes Flugzeug nach einem westaustralischen Ort benannt wird. Diese Praxis wird bei der E190-Flotte fortgeführt: Das erste eingetroffene Flugzeug VH-E9A erhielt den Namen Exmouth.

Die Einführung der Embraer-Maschinen ist Teil eines breiter angelegten Investitionsprogramms für die Standorte von QantasLink in Westaustralien. Neben der Beschaffung der E190 werden derzeit auch 19 in Perth stationierte Airbus A320 der Flotte aufgerüstet. Diese Flugzeuge erhalten ebenfalls neue Sitze, ein aktualisiertes Kabinendesign und WLAN-Anbindungen. Die Arbeiten an der ersten Maschine dieses Typs sollen voraussichtlich bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein.

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