Agusta Bell 212 (Foto: Bundesheer/FISCHER MAXIMILIAN).
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Modernisierungsschub für das Bundesheer: Umfangreiche Rüstungszuläufe im Jahr 2026

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Das Österreichische Bundesheer setzt im laufenden Jahr 2026 seine großangelegte Investitionsoffensive zur Wiederherstellung der militärischen Verteidigungsfähigkeit fort.

Wie das Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) bekannt gab, bildet das Jahr 2026 einen zentralen Meilenstein im langfristigen Aufbauplan „ÖBH 2032+“. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte, dass die Schwerpunkte auf der Mobilität, dem Schutz der Truppe sowie der Autarkie der militärischen Infrastruktur liegen. In diesem Zusammenhang erfolgt eine umfassende Erneuerung des Fuhrparks durch den Zulauf von insgesamt 855 geländegängigen Lastkraftwagen sowie 49 spezialisierten Hakenladesystemen, um die logistische Durchhaltefähigkeit bei Einsätzen und in der Katastrophenhilfe sicherzustellen.

Besonderes Augenmerk gilt 2026 der schweren Bewaffnung und dem gepanzerten Schutz. Die Panzergrenadier- und Panzerbataillone erhalten insgesamt 25 modernisierte Systeme der Typen Ulan und Leopard 2A4, die im Rahmen von Nutzungsdauerverlängerungen auf einen zeitgemäßen technologischen Stand gebracht wurden. Parallel dazu wird die Flotte der Radpanzer durch die Auslieferung von 28 neuen Fahrzeugen des Typs Pandur Evolution verstärkt. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Kernkompetenzen der mechanisierten Truppe nach Jahren der Budgetstagnation wieder auf ein international vergleichbares Niveau zu heben.

Im Bereich der Luftstreitkräfte markiert das Jahr 2026 den Beginn einer neuen Ära bei der Hubschrauberflotte. Geplant ist die Auslieferung der ersten zwölf Einheiten des Mehrzweckhubschraubers AW169M „Lion“, die die betagte Alouette III ersetzen. Zudem werden zwei weitere modernisierte S-70 „Black Hawk“ an die Truppe übergeben. Zur Sicherung des Luftraums am Boden wird die Nutzung der 35-mm-Fliegerabwehrsysteme Skyguard fortgesetzt, während gleichzeitig die Digitalisierung der Kommunikation durch den Zulauf von über 2.500 neuen Soldatenfunkgeräten vorangetrieben wird. Um die Autarkie der Verbände zu erhöhen, beschafft das Ressort zudem fast 400 mobile Stromversorgungssysteme.

Flankiert werden die technischen Beschaffungen durch umfangreiche Baumaßnahmen an militärischen Liegenschaften. Im Fokus stehen dabei die Modernisierung der Gablenz-Kaserne sowie der Ausbau von Werkstätten und Garagen in Straß. Ein wesentlicher Teil der Infrastrukturprojekte entfällt auf die Sicherstellung der Energieversorgung und den Anschluss strategisch wichtiger Standorte an das Bahnnetz. Branchenexperten werten die Investitionen als notwendigen Schritt, um die Einsatzbereitschaft im Inland und bei internationalen Kooperationen, wie etwa der European Sky Shield Initiative, langfristig zu gewährleisten und das Bundesheer als modernen Arbeitgeber zu positionieren.

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