Der Flughafen Mumbai hat neue Zahlungsrichtlinien für Fluggesellschaften eingeführt, die bei den beiden größten indischen Fluglinien, IndiGo und Air India, auf Widerstand stoßen. Die Neuregelung sieht vor, daß Fluggesellschaften nun Barzahlungen als Sicherheit für Gebühren wie Lande- und Parkgebühren leisten müssen. Bisher waren stattdessen Bankbürgschaften üblich.
Arun Bansal, Chef der Adani Airport Holdings, die eine Mehrheitsbeteiligung am Flughafen hält, begründete diesen Schritt mit den finanziellen Erfordernissen des Flughafens und dem Risiko von Zahlungsausfällen seitens der Fluggesellschaften. Er argumentierte, daß Fluglinien ihre Rechnungen oft erst nach Ablauf der Frist beglichen, während der Flughafen seinen eigenen finanziellen Verpflichtungen zeitnah nachkommen müsse.
IndiGo und Air India, die zusammen einen Großteil des indischen Luftverkehrsmarktes kontrollieren, äusserten sich auf Anfrage von Reuters zunächst nicht zu der Angelegenheit. Laut einer informierten Quelle würden die neuen Regeln die beiden Fluggesellschaften zu Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt etwa 23 Millionen US-Dollar verpflichten. Der Flughafen Mumbai verzeichnete im vergangenen Jahr trotz eines Umsatzes von 461 Millionen US-Dollar einen Verlust von 71,11 Millionen US-Dollar.