Die südafrikanische Fluggesellschaft Airlink, bekannt für ihre regionalen Verbindungen und ihre wirtschaftliche Stabilität, steht vor einem historischen Wandel. Nach über drei Jahrzehnten an der Spitze des Unternehmens wird Rodger Foster, Mitbegründer und langjähriger CEO, im März 2025 seinen Rücktritt antreten. De Villiers Engelbrecht, der derzeitige Chief Financial Officer, übernimmt ab dem 1. April 2025 die Führung der Airline.
Foster, der das Unternehmen seit seiner Gründung 1992 leitete, hat Airlink durch mehrere turbulente Phasen geführt, darunter die Deregulierung der südafrikanischen Luftfahrtindustrie, die Abtrennung von South African Airways (SAA) und die Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie. Unter seiner Leitung entwickelte sich Airlink von einer kleinen Fluggesellschaft mit wenigen Regionalflügen zu einem der führenden Anbieter im afrikanischen Raum. Heute bedient Airlink 50 Ziele in 15 Ländern mit einer Flotte von 67 Embraer-Regionalflugzeugen und transportierte im Geschäftsjahr 2024 über vier Millionen Passagiere.
Die Nachfolge durch Engelbrecht, der seit über zwei Jahrzehnten bei Airlink tätig ist, wird allgemein als Zeichen der Kontinuität gewertet. Foster selbst wird der Fluggesellschaft als nicht geschäftsführender Direktor erhalten bleiben. Engelbrecht gilt als Architekt der finanziellen Stabilität und strategischen Neuausrichtung der Airline in schwierigen Zeiten. Besonders bemerkenswert war seine Rolle während der Umstrukturierung nach der Insolvenz von SAA und bei der Bewältigung der COVID-19-Krise. Seine Expertise wurde durch den kürzlichen Einstieg von Qatar Airways in das Unternehmen gestärkt. Die Airline aus Doha erwarb im August 2024 einen 25-prozentigen Anteil an Airlink, eine der bedeutendsten ausländischen Investitionen in eine südafrikanische Fluggesellschaft.
Mit dieser Beteiligung stärkt Airlink nicht nur seine finanzielle Basis, sondern erweitert auch seine internationalen Möglichkeiten. Die Partnerschaft mit Qatar Airways ermöglicht eine intensivere Netzwerkverbindung und den Ausbau von Codeshare-Vereinbarungen, was die Reichweite beider Airlines erheblich erhöht. Gleichzeitig bleibt Airlink „allianz-agnostisch“ und setzt weiterhin auf vielfältige Partnerschaften mit mehr als 30 Fluggesellschaften weltweit.
Die Zukunft von Airlink unter Engelbrecht verspricht spannende Entwicklungen. Experten gehen davon aus, daß die Airline weiterhin auf regionales Wachstum setzt, während sie ihre Position als unabhängiger Anbieter in der afrikanischen Luftfahrt behauptet. Engelbrecht erklärte in einem Statement, daß er auf die Unterstützung des gesamten Teams vertraue und bereit sei, die Vision von Airlink in eine neue Ära zu führen.
Dieser Führungswechsel markiert das Ende einer Ära für Airlink und ist ein bedeutendes Kapitel in der Entwicklung der südafrikanischen Luftfahrt. Mit einem klaren Fokus auf regionaler Stärke und globaler Vernetzung bleibt die Airline ein Vorbild für unternehmerische Widerstandsfähigkeit und Vision.