Laut einem aktuellen Bericht der Reiseanalyse 2024 stagniert die Relevanz von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Reiseentscheidung seit 2021.
Der Bericht zeigt, dass Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer 2023 nur für drei Prozent der Reisenden ausschlaggebend war, während 17 Prozent diesen Aspekt neben anderen berücksichtigen. Bei Kurzurlaubsreisen zwischen zwei und vier Tagen Dauer spielte Nachhaltigkeit für 14 Prozent der Reisenden eine ausschlaggebende Rolle und war für 29 Prozent ein relevanter Aspekt. Bei Geschäftsreisen mit Übernachtung war Nachhaltigkeit für zwölf Prozent entscheidend und für 28 Prozent von Bedeutung.
Der Anteil der Bevölkerung, der eine positive Einstellung zur Nachhaltigkeit bei Reisen hat, war zu Beginn des Jahres 2022 mit 68 Prozent am höchsten. Dieser Anteil ging bis Januar 2023 auf 61 Prozent zurück, konnte sich aber Anfang 2024 auf 67 Prozent erholen.
Die Diskrepanz zwischen geäußerten Nachhaltigkeitseinstellungen und dem tatsächlichen Reiseverhalten, bekannt als Intention-Behaviour-Gap, bleibt bestehen. CO2-Kompensationen bei Urlaubsreisen ab fünf Tagen waren 2022 und 2023 bei fünf Prozent konstant, und auch der Anteil der Buchungen mit Umweltzertifizierung ging auf elf Prozent zurück. Kurzurlaubsreisen und Geschäftsreisen zeigen ein ähnliches Bild: CO2-Kompensationen und nachhaltige Zertifizierungen sind stabil, jedoch auf niedrigem Niveau.
Im Vergleich zur Erhebung von 2018/19 sind die Anteile für CO2-Kompensationen und umweltzertifizierte Angebote insgesamt gestiegen, zeigen aber seit 2021/22 nur ein leicht schwankendes Niveau.