Der Salzburger Flughafen hat sein Flugprogramm für die Herbstperiode vorgestellt und setzt dabei auf eine Mischung aus touristischen Mittelmeerzielen, Städteverbindungen und Drehkreuzanbindungen.
Bis Anfang November bedienen verschiedene Fluggesellschaften Destinationen in Griechenland wie Kreta und Rhodos sowie spanische Festland- und Inselziele, darunter Barcelona, Mallorca und die Kanarischen Inseln. Im Nordafrikasegment ergänzt die Wiederaufnahme von Flügen nach Marsa Alam und Marrakesch ab Ende Oktober das ganzjährige Angebot nach Hurghada. Ergänzt wird das Streckennetz durch die Aufnahme einer Direktverbindung nach Rom sowie Frequenzen nach Berlin, Hamburg, Amsterdam, London, Istanbul und Dubai.
Das Angebot richtet sich traditionell an das Einzugsgebiet des Salzburger Landes und des angrenzenden Bayerns. Neben den Direktverbindungen verweist der Flughafen auf die Anbindung an internationale Großdrehkreuze wie Frankfurt, Istanbul und Dubai, über die Fernreiseziele in Asien und Amerika mit Umstieg erreichbar sind. Diese Netzwerkanbindung ist für den Regionalflughafen von Bedeutung, um das Passagieraufkommen außerhalb der verkehrsintensiven Wintersaison zu stabilisieren, in der der Standort stark vom Einreiseverkehr europäischer Skitouristen geprägt ist.
Branchenanalysten sehen in der Aufrechterhaltung eines vielseitigen Herbstflugplans eine Notwendigkeit für Regionalflughäfen, um betriebliche Auslastungsschwankungen abzufedern. Allerdings steht der Salzburger Flughafen auf vielen Kurz- und Mittelstrecken in einem harten Wettbewerb mit den nahegelegenen Großflughäfen München und Wien, die oft dichtere Taktungen und breitere Preisstrukturen bieten. Auch die Abhängigkeit von einzelnen Ferienfluggesellschaften und Reiseveranstaltern stellt ein Risiko für die kontinuierliche Auslastung der Flugverbindungen dar.
Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Herbstangebots hängt maßgeblich von der Auslastung im touristischen Ausreiseverkehr ab. Zwar bieten Städtetrips und Nachsaisonreisen im Mittelmeerraum Wachstumschancen, die Nachfrage reagiert im Herbst jedoch sensibler auf die allgemeine wirtschaftliche Lage und schwankende Reisebudgets. Die schrittweise Anpassung des Flugplans spiegelt den Versuch wider, das Betriebsvolumen zwischen der Sommer- und der bevorstehenden Skisaison auf hohem Niveau zu halten.