Treppe am Flughafen Paderborn (Foto: Flughafen Paderborn).
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Neuausrichtung am Flughafen Paderborn/Lippstadt: Bilanz 2025 und Ausblick

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Der Flughafen Paderborn/Lippstadt hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Rückgang der Passagierzahlen abgeschlossen. Insgesamt fertigte der regionale Verkehrsknotenpunkt exakt 711.434 Fluggäste ab, was einem Minus von rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, in dem noch 818.378 Passagiere gezählt wurden. Die Geschäftsführung führt diese Entwicklung primär auf den Rückzug großer Linienanbieter zurück. Besonders schwer wog dabei die Einstellung der traditionsreichen Zubringerstrecke zum Drehkreuz München durch die Lufthansa zum Mai 2025. Zudem strich der irische Billigflieger Ryanair die Verbindung nach Girona aus seinem Flugplan, was die Gesamtkapazität im touristischen Sektor sowie im Geschäftsreiseverkehr zusätzlich schmälerte.

Trotz der gesunkenen Passagierzahlen verzeichnete der Airport bei den Flugbewegungen ein deutliches Plus. Die Zahl der Starts und Landungen stieg um 19,2 Prozent auf rund 44.100 Bewegungen an. Dieser Zuwachs ist jedoch nicht auf den Linienverkehr, sondern auf die allgemeine Luftfahrt sowie auf verstärkte Aktivitäten am Airport Campus zurückzuführen. Der Flughafen positioniert sich zunehmend als Standort für wirtschaftliche Innovationen und Ausbildung, was durch die Inbetriebnahme eines privaten 5G-Campusnetzes Ende 2025 unterstrichen wurde. Diese technologische Infrastruktur soll künftig Forschungsprojekte im Bereich des autonomen Manövrierens von Flugzeugen unterstützen und den Standort für Unternehmen aus der Hochtechnologiebranche attraktiver machen.

Um den Verlust der strategisch wichtigen München-Verbindung aufzufangen, wurde im September 2025 die private Initiative „Skyhub PAD“ ins Leben gerufen. Diese Kooperation regionaler Akteure hat den Flugbetrieb zum bayerischen Drehkreuz übernommen und konnte zu Beginn des Jahres 2026 wichtige Fortschritte erzielen. Durch neue Interlining-Abkommen mit Fluggesellschaften wie Finnair und Qatar Airways sowie die angestrebte Integration in die Buchungssysteme der Star Alliance soll die internationale Anbindung der Region Ostwestfalen-Lippe langfristig gesichert werden. Gleichzeitig stabilisiert sich das touristische Geschäft durch die Zusammenarbeit mit Veranstaltern wie der TUI, die für das Frühjahr 2026 neue Sonderreisen zu Zielen im Mittelmeerraum angekündigt haben.

Die Verantwortlichen am Flughafen bewerten das abgelaufene Jahr trotz der statistischen Rückgänge als Phase der notwendigen Transformation. Während die reine Passagierzahl unter den Entscheidungen großer Airlines litt, wurde die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern durch die Förderung des Airport Campus und die Eigeninitiative im Linienverkehr reduziert. Der Fokus liegt nun auf der Konsolidierung der neuen Business-Anbindungen und dem weiteren Ausbau der gewerblichen Ansiedlungen auf dem Flughafengelände. Damit soll die Funktion des Standorts als regionaler Wirtschaftsfaktor gestärkt werden, der über den reinen Urlaubsflugverkehr hinausgeht und eine verlässliche Infrastruktur für die exportorientierte lokale Wirtschaft bietet.

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