ATR72 (Foto: Flughafen München).
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Neue Flugverbindung zwischen Linz und Frankfurt sorgt für politische Debatte

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Der Flughafen Linz erhält ab Ende März 2026 wieder eine direkte Anbindung an das internationale Luftfahrt-Drehkreuz Frankfurt. Die dänische Fluggesellschaft Danish Air Transport (DAT) übernimmt die strategisch wichtige Route und plant, die Frequenz nach einer anfänglichen Betriebsphase auf bis zu 17 wöchentliche Flüge auszuweiten.

Um die Wirtschaftlichkeit der Verbindung sicherzustellen und das finanzielle Risiko für die Airline zu minimieren, hat das Land Oberösterreich eine finanzielle Unterstützung im Rahmen einer gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung (Public Service Obligation, PSO) beschlossen. Dieser Zuschuss beläuft sich auf insgesamt bis zu 36 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren.

Die Entscheidung des Landes Oberösterreich zur massiven Bezuschussung stößt auf deutliche Kritik, insbesondere aus dem benachbarten Bundesland Salzburg. Bernhard Auinger, Bürgermeister der Stadt Salzburg und Aufsichtsrat des dortigen Flughafens, bezeichnete die Förderung als wettbewerbsverzerrend. Er gab zu bedenken, dass Passagiere aus dem gemeinsamen Einzugsgebiet durch die künstlich gestützte Verbindung von Salzburg nach Linz abgezogen werden könnten. In Salzburg werden Flugverbindungen laut offiziellen Angaben nicht mit öffentlichen Mitteln subventioniert, was die dortigen Verantwortlichen zu einer kritischen Bewertung der oberösterreichischen Standortpolitik veranlasst.

Zusätzlich zu den regionalpolitischen Differenzen löst die Subventionierung auch eine grundsätzliche Debatte über die Verwendung von Steuermitteln im Luftverkehr aus. Während die Wirtschaftskammer und Industrievertreter die Anbindung als essenziell für den Exportstandort Oberösterreich verteidigen, wird von Kritikern die Verhältnismäßigkeit der Millionenzahlungen hinterfragt. Die dänische DAT wird auf der Strecke voraussichtlich Regionalflugzeuge einsetzen, um die Auslastung zu optimieren. Der Erfolg der Verbindung hängt maßgeblich davon ab, ob die regionale Wirtschaft das Angebot im Vergleich zur Bahnanreise nach Wien oder zum Individualverkehr nach München ausreichend annimmt.

Die rechtliche Grundlage der Förderung basiert auf EU-Vorgaben, die staatliche Beihilfen für Flugstrecken nur unter strengen Voraussetzungen erlauben, etwa wenn eine Region ohne diese Hilfe vom internationalen Verkehrsnetz abgeschnitten wäre. Der Linzer Flughafen hatte nach dem Rückzug der Lufthansa-Tochter Air Dolomiti längere Zeit um eine Wiederaufnahme der Frankfurt-Rotation gekämpft. Die kommenden vier Jahre werden zeigen, ob sich die Strecke unter der Führung von DAT so weit stabilisiert, dass sie nach Ablauf der Förderperiode ohne öffentliche Gelder bestehen kann oder ob die Passagierströme innerhalb der österreichischen Flughafenlandschaft lediglich dauerhaft verschoben werden.

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