Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) hat ihre Infrastrukturflotte zur Wartung der Mariazellerbahn erweitert. Gestern wurde ein neuer Motorturmwagen in der Betriebsstätte Alpenbahnhof in St. Pölten angeliefert. Das Spezialfahrzeug, das bei der österreichischen Firma Plasser & Theurer bestellt wurde, wird nun für die Streckenzulassung vorbereitet. Bereits im Herbst 2024 soll ein weiterer Oberbauwagen folgen. Mit den beiden Fahrzeugen will die NÖVOG die Effizienz und Unabhängigkeit bei Instandhaltungsarbeiten entlang der 84 Kilometer langen Schmalspurstrecke deutlich erhöhen.
Laut Niederösterreichs Verkehrslandesrat Udo Landbauer investiert das Land 7,2 Millionen Euro in die Modernisierung der über 115 Jahre alten eingleisigen Strecke. Ziel sei es, die Mariazellerbahn als zentrale Verkehrsverbindung im Pielachtal langfristig zu sichern und zu verbessern. Die neuen Fahrzeuge sollen eine schnellere und autarke Durchführung von Wartungsarbeiten ermöglichen.
Der Oberbauwagen, der im Herbst 2024 ausgeliefert wird, kommt bereits bei den laufenden Frühjahrsarbeiten zum Einsatz. Er ist für die Instandhaltung des Gleisoberbaus, Hebe- und Verladetätigkeiten, Grünschnittarbeiten sowie für die Schneeräumung im Winter vorgesehen. Der neue Motorturmwagen wird nach seiner Zulassung vor allem für die Errichtung und Wartung der Oberleitungen genutzt.
Die NÖVOG-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl betonen, dass mit den neuen Fahrzeugen ein weiterer Schritt in Richtung zukunftsorientierter Infrastrukturmaßnahmen gegangen werde. Durch den Einsatz heimischer Technologie von Plasser & Theurer setze man auf Qualität und Effizienz bei der Erhaltung der traditionsreichen Bahnstrecke.