Der neue US-amerikanische Eigentümer der australischen Regionalfluggesellschaft Rex – Regional Express (Rex Airlines), die Holdinggesellschaft Air T, hat sich verpflichtet, den Fokus der Airline wieder auf ihr Kerngeschäft zu legen. Im Gegenzug für die Zustimmung der australischen Regierung zur Übernahme kündigte das US-Unternehmen an, sich auf die Reaktivierung der Flotte des Typs Saab 340B und die Wiederherstellung regionaler Routen zu konzentrieren. Die Investoren sehen die gescheiterte Expansion von Rex in den Betrieb von Boeing 737-800 auf wichtigen nationalen Hauptstrecken, bei der versucht wurde, mit Qantas und Virgin Australia zu konkurrieren, als eine Lehre an.
Air T plant, 50 Millionen Australische Dollar (umgerechnet rund 32,7 Millionen US-Dollar) in Rex Airlines zu investieren. Diese Zusage kommt zusätzlich zu einer Finanzspritze von 60 Millionen Australischen Dollar (etwa 39 Millionen US-Dollar), die von der australischen Bundesregierung bereitgestellt wird. Die staatliche Unterstützung unterstreicht die politische Bedeutung der Aufrechterhaltung der regionalen Fluganbindungen in Australien. Viele kleinere Gemeinden im Land sind stark auf die Dienste von Rex angewiesen, da die größeren Carrier diese Strecken oft meiden.
Die strategische Neuausrichtung bedeutet, dass Rex Airlines ihre Bemühungen bündeln wird, um die Versorgung des ländlichen Australiens mit Flugdiensten zu sichern. Die Saab 340B-Flotte ist das Rückgrat des Regionalbetriebs und wird nun voraussichtlich wieder stärker zum Einsatz kommen, um die durch die Krise und die fehlgeschlagenen Expansionsversuche unterbrochenen oder reduzierten regionalen Verbindungen wieder zu bedienen. Die Fokussierung auf die Kurzstrecken und die kleineren Maschinen soll die wirtschaftliche Stabilität der Fluggesellschaft langfristig sichern. Die Regierung in Canberra knüpfte ihre Unterstützung explizit an die Bedingung, dass sich der neue Eigentümer auf das Versorgungsnetz im Regionalbereich konzentriert. Dieser politische Druck gewährleistet, dass die Investitionsmittel in die kritische Infrastruktur für die regionalen Gemeinden fließen, anstatt erneut in einen verlustreichen Wettbewerb auf den ertragsstarken Inlands-Hauptrouten einzusteigen. Die Übernahme und die damit verbundenen Investitionen gelten als entscheidend für die Zukunft des regionalen Flugverkehrs in Australien.