Die Lufthansa Group nimmt am 1. August 2026 den regulären Öffentlichkeitsbetrieb ihres neuen Besucher- und Konferenzzentrums „Hangar One“ am Flughafen Frankfurt auf. Die Anlage am Airportring umfasst auf einer Fläche von über 6.000 Quadratmetern interaktive Ausstellungsräume, Tagungskapazitäten sowie einen Flugsimulator.
Der Eintrittspreis für Erwachsene liegt bei acht Euro, geöffnet ist das Zentrum an drei Tagen pro Woche. Mit dem Projekt führt der Luftfahrtkonzern seine historischen Exponate an einem zentralen Ort nahe der Konzernzentrale zusammen und ergänzt die Infrastruktur am Drehkreuz Frankfurt um ein Angebot für Eventveranstaltungen.
Die in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsbüro Atelier Brückner entwickelte Dauerausstellung beleuchtet die Historie des Unternehmens seit den Pionierjahren der zivilen Luftfahrt. Zu den zentralen Exponaten gehören die restaurierte Junkers Ju 52 mit dem Kennzeichen D-AQUI sowie die Lockheed L-1649A Super Constellation. Die Instandsetzung der Super Constellation, die nach einer langwierigen Demontage und Rekonstruktion in den USA nach Deutschland zurückgeholt wurde, schlug bei der Lufthansa in den vergangenen Jahren mit erheblichen Mehrkosten zu Buche. Neben den Epochen des Wiederaufbaus und der Expansion integriert die Präsentation auch die Geschichte der ursprünglichen Lufthansa während der Zeit des Nationalsozialismus und deren Einsatz von Zwangsarbeitern.
Neben der Vermittlung von Unternehmenshistorie dient der Hangar One als Plattform für den Veranstaltungsbereich der Lufthansa Group. Der Komplex beinhaltet sieben Konferenzräume und flexibel nutzbare Veranstaltungsflächen für Firmenkunden und private Events. Das gastronomische Angebot und ein Verkaufsbereich sind in das Gesamtkonzept eingebunden. Mit dem Betrieb möchte die Fluggesellschaft die Markenbindung stärken und bestehende Kundengruppen direkt ansprechen, während gleichzeitig kommerzielle Einnahmen durch Raumbuchungen und Ticketverkäufe generiert werden.
Branchenbeobachter verweisen auf die langjährige Vorgeschichte des Projekts und die beträchtlichen finanziellen Mittel, die für die Konservierung und Präsentation der historischen Flugzeugflotte aufgewendet werden mussten. Die Zusammenführung der Fluggeräte an einem geschlossenen Standort soll künftige Wartungs- und Logistikkosten senken, die durch dezentrale Lagerungen entstanden waren. Wie stark das Zentrum von Geschäfts- und Transitreisenden genutzt wird, hängt von der Erreichbarkeit des Standorts abseits der Hauptterminals ab.