Die niederländische Regierung wird ihre Flugticketsteuer ab dem Jahre 2027 grundlegend ändern. Anstelle des bisherigen Einheitssatzes von 29,40 Euro wird eine gestaffelte Abgabe je nach Flugdistanz eingeführt. Für Langstreckenflüge über 5.500 Kilometer soll die Abgabe auf über 70 Euro pro Ticket steigen, was mehr als eine Verdoppelung des aktuellen Betrages bedeutet.
Flüge auf Kurzstrecken bis 2.000 Kilometer, die vor allem den inner-europäischen Verkehr betreffen, werden nach dem neuen Modell weiterhin nicht stärker belastet. Für mittlere Distanzen ist eine neue Zwischenstufe vorgesehen. Eine Ausnahme bilden ausserdem Flugverbindungen in die Karibik, wie zum Beispiel nach Aruba, Bonaire und Curaçao, da diese als Bestandteil des Königreichs der Niederlande gelten.
Mit dieser Neuregelung erwartet die niederländische Regierung zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 250 Millionen Euro jährlich. Die Maßnahme soll Flugreisen im Vergleich zu anderen Transportmitteln finanziell weniger attraktiv machen. Ähnliche gestaffelte Flugsteuern existieren auch in anderen europäischen Ländern und dienen dort ebenfalls der Erzielung staatlicher Einnahmen.