Weihnachtsmarkt am Schloss Hof (Foto: SKB).
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Niederösterreichs Marchfeld setzt auf Verknüpfung von Radtourismus und Kulturangebot

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Die Regionalförderung im niederösterreichischen Marchfeld verstärkt die touristische Vermarktung des regionalen Radwegenetzes in Kombination mit den historischen Schlossanlagen der Region.

Zwischen Wien und der slowakischen Grenze bei Bratislava wurden drei ausgewiesene Radrouten miteinander verknüpft, die das Schloss Hof, das Schloss Eckartsau, das Schloss Marchegg sowie das Schloss Orth an der Donau verbinden. Das flache Terrain der Marchfeld-Ebene wird dabei über regionale Zubringer an überregionale Fernradwege wie den Donauradweg (EuroVelo 6) und den Iron Curtain Trail (EuroVelo 13) angebunden.

Das Routenangebot gliedert sich in unterschiedlich lange Streckenprofile, die von einer 16 Kilometer langen Familienstrecke über eine grenzüberschreitende 25-Kilometer-Schleife bis hin zu einer 60 Kilometer langen Gesamttour reichen. Um die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erleichtern, dienen die regionalen Bahnhöfe Bad Deutsch-Altenburg, Hainburg, Marchegg und Siebenbrunn-Leopoldsdorf als Schnittstellen zwischen dem Schienennetz der ÖBB und dem lokalen Radwegenetz. Ergänzt wird die Infrastruktur durch stationäre Verleihsysteme wie Nextbike und lokale Fahrradvermieter an den jeweiligen Schlösserstandorten.

Aus regionalwirtschaftlicher Sicht zielt die Erschließung darauf ab, den Tages- und Ausflugstourismus aus dem Großraum Wien sowie dem nahen Bratislava gleichmäßiger in der Region zu verteilen. Die Standorte der Marchfelder Schlösser kooperieren dabei eng mit regionalen Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, um die Verweildauer der Besucher über reine Tagesausflüge hinaus zu verlängern. Die grenzüberschreitenden Radbrücken „VysoMarch“ und die „Fahrradbrücke der Freiheit“ ermöglichen zudem eine Einbindung slowakischer Freizeitgäste.

Kritische Branchenbeobachter merken an, dass der nachhaltige Erfolg bahn- und radbasierter Freizeitangebote im Marchfeld stark von der kontinuierlichen Instandhaltung der Belagssubstanz auf den Wegen sowie verlässlichen Zugverbindungen abhängt. Speziell an den Wochenenden der Sommersaison stoßen die Stellplatzkapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Nahverkehrszügen der ÖBB zwischen Wien und Marchegg regelmäßig an ihre Grenzen, was eine verlässliche Ausflugsplanung für Radreisende erschwert.

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