Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian hat den Erwerb von drei weiteren Flugzeugen des Typs Boeing 737-800 aus ihrer eigenen Leasingflotte vereinbart. Der Abschluß der Transaktion wird für das dritte Quartal dieses Jahres erwartet. Diese Maßnahme ist Teil der konsequenten Strategie des Unternehmens, Leasingflugzeuge zurückzukaufen und damit die langfristigen Betriebskosten zu senken.
Norwegian plant, die Anschaffung der Flugzeuge zunächst aus vorhandenen Barmitteln zu finanzieren und anschließend eine langfristige Finanzierung zu arrangieren. Aus diesem Geschäft erwartet die Airline einen einmaligen Buchgewinn von etwa 260 Millionen norwegischen Kronen, was umgerechnet rund 22 Millionen Euro entspricht. Bereits im März dieses Jahres hatte Norwegian den Erwerb von zehn Boeing 737-800 aus der Leasingflotte bekanntgegeben, was die Fortsetzung dieser Strategie unterstreicht.
Die Boeing 737-800 bildet das Rückgrat der Norwegian-Flotte für Kurz- und Mittelstreckenverbindungen. Das Flugzeugmodell gilt in der Luftfahrtbranche als bewährt und kostengünstig im Betrieb. In der Vergangenheit hatte Norwegian stark auf Leasing gesetzt, um ihr Wachstum zu finanzieren. Nach einer umfassenden Restrukturierung während der Corona-Pandemie verfolgt die Fluggesellschaft jedoch eine konservativere Finanzstrategie.
Seit der Krise konzentriert sich Norwegian ausschließlich auf profitable Kurzstreckenverbindungen innerhalb Europas. Die Airline hatte zuvor auch Langstreckenflüge angeboten, diese jedoch eingestellt. Das derzeitige Geschäftsmodell ist auf kostengünstige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im skandinavischen und europäischen Markt ausgerichtet, um die Rentabilität zu sichern und die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten.