Norwegian zieht sich von der Langstrecke zurück

Boeing 787 (Foto: Jan Gruber).
Boeing 787 (Foto: Jan Gruber).

Norwegian zieht sich von der Langstrecke zurück

Boeing 787 (Foto: Jan Gruber).
Werbung

Der Billigflieger Norwegian Air Shuttle verkündete am Donnerstag, dass man das Langstreckengeschäft endgültig aufgeben wird. Dieses war nie gewinnbringend und trug maßgeblich zum Aufbau des enormen Schuldenbergs bei. Künftig will sich der Konzern primär auf Flüge innerhalb Norwegens und Europas konzentrieren.

In Europa konnte bislang noch kein Carrier dauerhaft erfolgreich auf der Langstrecke operieren, obwohl es schon zahlreiche Versuche gegeben hat. Norwegian wollte es auch wissen und scheiterte daran nicht nur wegen der Coronakrise. Der Konzern baute ein fast undurchblickbares Konstrukt auf, das zeitweise sogar eine Tochtergesellschaft in Argentinien beinhaltete. Finanziell erfolgreich war man weder in Südamerika noch auf der Langstrecke.

Firmenchef Jacob Schram kündigt an, dass Norwegian mit etwa 50 Flugzeugen im Laufe des Jahres das Europanetz reaktivieren will. Der Manager erklärt, dass die Kurzstrecken das Rückgrat des Carriers sind und die Grundlage eines „widerstandsfähigen Geschäftsmodells“ bilden sollen. Derzeit befindet man sich in Irland und Norwegen auch mit mehreren Töchtern unter Gläubigerschutz. Die Regierung des skandinavischen Landes verweigerte zusätzliche Hilfen bzw. Kredite unter Hinweis auf den enormen Schuldenberg.

“Ich freue mich, heute einen soliden Businessplan präsentieren zu können, der einen Neustart ermöglicht. Mit der Konzentration auf die Kurzstrecke wollen wir bestehende und neue Investoren gewinnen, unsere Kunden zufriedenstellen und die Infrastruktur und Reisebranche in Norwegen, den nordischen Ländern und Europa unterstützen“, so Schram in einer Aussendung.

Nun muss Norwegian noch eine ganz andere Baustelle lösen: Die Langstreckenflotte muss weg. Dazu führt man bereits intensive Verhandlungen mit den Leasinggebern. Offene Bestellungen für das Muster Boeing 787 will man nicht mehr abnehmen. Somit sind nun einige Dreamliner, die kurzfristig verfügbar sind, auf dem Markt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redakteur dieses Artikels:

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Über den Redakteur

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbung