Ein Airbus A320 der kolumbianischen Fluggesellschaft Avianca musste am frühen Morgen des 9. Oktober 2026 im Verlauf des Flugs AV42 von Medellín nach New York eine außerplanmäßige Sicherheitslandung am Miami International Airport einleiten.
Der Jet geriet während des Fluges über der Karibik in unerwartet schwere Klarluftturbulenzen (Clear Air Turbulence). Um eine medizinische Notfallversorgung der Betroffenen zu gewährleisten, leitete die Besatzung einen raschen Sinkflug ein und landete die Maschine gegen 3:30 Uhr Ortszeit sicher in Miami.
Infolge der abrupten Flugbewegungen erlitten mehrere Insassen Verletzungen. Nach Angaben der Fluggesellschaft wurden insgesamt neun Personen, darunter sechs Passagiere und drei Kabinenmitarbeiter, zur Untersuchung in örtliche Krankenhäuser gebracht. Die lokalen Rettungsdienste vor Ort stuften den Einsatz zeitweise als Massenanfall von Verletzten ein und transportierten mindestens acht Personen mit Krankenwagen ab, wovon eine Person mit schweren Verletzungen in ein regionales Traumazentrum eingeliefert wurde. Die nicht verletzten Fluggäste wurden von der Airline auf Ersatzverbindungen umgebucht und setzten ihren Flug nach New York im Laufe des Vormittags fort.
Der Vorfall unterstreicht das zunehmende Sicherheitsrisiko durch unvorhersehbare Turbulenzzonen auf internationalen Langstreckenrouten. Luftfahrtbehörden wie die US-amerikanische FAA weisen im Zuge der Untersuchungen erneut darauf hin, dass das konsequente Tragen des Sicherheitsgurtes während des gesamten Aufenthaltes am Sitzplatz die effektivste Schutzmaßnahme gegen verletzungsträchtige Höhensprünge darstellt. Die US-Luftfahrtbehörde hat routinemäßige Ermittlungen zur genauen Ursache und zum Ablauf des Flugereignisses aufgenommen.