Eine Linienmaschine der Scandinavian Airlines (SAS) musste am Sonntag, den 15. Februar 2026, den Flug von Oslo nach Tromsø vorzeitig abbrechen. Der Airbus A320neo mit der Kennung SE-RUO befand sich mit 186 Passagieren an Bord über Mittelnorwegen, als kurz nach Mittag Rauch in der Kabine gemeldet wurde. Die Besatzung setzte umgehend einen Notruf ab und leitete eine Sicherheitslandung auf dem Flughafen Trondheim Værnes ein, woraufhin die örtlichen Rettungskräfte einen Großeinsatz auslösten. Entgegen erster Vermutungen über ein Feuer im Cockpit lokalisierten die Einsatzkräfte die Ursache im Passagierbereich.
Ursprung der Rauchentwicklung war nach offiziellen Angaben eine überhitzte Powerbank eines Fluggastes. Diese tragbaren Lithium-Ionen-Akkus stellen bei technischen Defekten ein erhebliches Risiko dar, da sie in einen thermischen Durchgang geraten können. In diesem Zustand entwickeln die Batterien extreme Hitze und setzen giftige Gase frei. Die Flugzeugbesatzung versuchte zunächst erfolglos, die Temperatur des Geräts zu senken, und entschied sich protokollgemäß für die sofortige Diversion zum nächstgelegenen Flughafen. Nach der Landung übernahm die Feuerwehr die Sicherung des Objekts und entfernte die verbrannte Powerbank aus der Maschine.
Fünf Besatzungsmitglieder wurden nach der Landung medizinisch untersucht, da sie direktem Kontakt mit dem Rauch ausgesetzt waren. Alle konnten nach kurzer Zeit ohne schwerwiegende Verletzungen entlassen werden. Unter den Passagieren gab es keine Verletzten, jedoch stand vorsorglich ein Sanitätsteam zur Betreuung bereit. Die Polizei in Mittelnorwegen hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände der Überhitzung zu klären. Vorfälle dieser Art haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen, weshalb Fluggesellschaften ihre Sicherheitsprotokolle für den Umgang mit Lithium-Batterien in der Kabine kontinuierlich verschärfen.
Der Vorfall unterstreicht die operative Herausforderung durch elektronische Kleingeräte in der modernen Luftfahrt. Während die Landung in Trondheim ohne größere Störungen des regulären Flugbetriebs erfolgte, blieb das betroffene Flugzeug für technische Inspektionen vorerst am Boden. Die Passagiere wurden von der Fluggesellschaft auf Ersatzverbindungen umgebucht. Experten betonen in diesem Zusammenhang regelmäßig die Notwendigkeit, beschädigte oder extrem billig produzierte Akkus nicht im Handgepäck mitzuführen, da die Brandbekämpfung in großer Höhe aufgrund der chemischen Reaktionen der Batterien erschwert wird.