Am bevorstehenden letzten August-Wochenende trifft das Ferienende in mehreren europäischen Nachbarstaaten auf das hochrangige österreichische Straßennetz.
Nach aktuellen Prognosen des Automobilclubs ÖAMTC führt insbesondere das Urlaubsende im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie in Tschechien, Ungarn und der Slowakei zu starkem Rückreiseverkehr auf den Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen. Zusätzliche Kapazitätsengpässe entstehen durch regionale Großveranstaltungen und langwierige Baustellenbereiche auf den Haupttransitstrecken des Bundesgebietes.
Zu den Hauptstaupunkten bei der Einreise nach Österreich zählen die Grenzstellen vor dem Karawankentunnel an der Karawanken Autobahn (A11) sowie der Übergang Spielfeld an der Pyhrn Autobahn (A9). Bei der Ausreise nach Deutschland verlagern sich die Verzögerungen vor allem auf die Inntal Autobahn (A12) im Bereich Kufstein/Kiefersfelden sowie auf die Nordost-Verbindung bei Drasenhofen an der Brünner Straße (B7). Auf der Fernpass-Strecke (B179) ist über den gesamten Streckenverlauf mit Stop-and-Go-Verkehr zu rechnen. Baustellen wie jene auf der Brenner Autobahn (A13) im Bereich der Luegbrücke sowie im Abschnitt Modriach–Packsattel auf der Süd Autobahn (A2) schränken den Verkehrsfluss zusätzlich ein.
Parallel zum Durchzugsverkehr sorgen mehrere Sportgroßveranstaltungen für lokale Straßensperrungen. Am Sonntag, dem 30. August, führt der Ötztaler Radmarathon zu zeitweisen Schließungen der Ötztal Straße (B186), der Brenner Straße (B182) sowie der Timmelsjoch Hochalpenstraße; zudem wird die Anschlussstelle Innsbruck-Süd auf der A13 am Vormittag gesperrt. Im Salzburger Land bedingt der Triathlon Ironman 70.3 Zell am See–Kaprun Nachmittagsperrungen auf Abschnitten der Pinzgauer Straße (B311) und der Hochkönig Straße (B164). In Kärnten führt die Laufveranstaltung „Kärnten Läuft“ zu Einschränkungen rund um den Wörthersee und zur Sperrung der A2-Anschlussstelle Velden-Ost.
Verkehrs- und Infrastrukturexperten weisen darauf hin, dass die Überlagerung von internationalem Ferienreiseverkehr und regionalen Großevents die Belastungsgrenzen des alpine Transitnetzes regelmäßig überschreitet. Trotz Ankündigungen und empfohlener Ausweichrouten lassen sich Verzögerungen an Nadelöhren wie Mautstellen und einspurigen Tunnelbereichen kaum vermeiden. Die Situation verdeutlicht die hohe Störanfälligkeit der zentralen mitteleuropäischen Korridore in verkehrsintensiven Sommermonaten.