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Österreich: Grüne fordern höhere Ticketsteuer

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Im österreichischen Parlament hat die Debatte über die finanzielle Belastung des Flugverkehrs Ende Oktober 2026 erneut an Intensität gewonnen.

Die Grüne Fraktion spricht sich nachdrücklich gegen die von mehreren Bundesländern geforderte Abschaffung der nationalen Flugabgabe aus und fordert stattdessen eine Erhöhung der Abgabensätze sowie eine Einbeziehung von Privatjet-Flügen. Anlass für die Positionierung ist eine aktuelle Veröffentlichung der Organisation Oxfam, nach deren Datenerhebung die weltweiten Emissionen durch Privatjets im Jahr 2025 auf insgesamt 16 Millionen Tonnen CO₂ gestiegen sind.

Die Wirtschafts- und Verkehrssprecherin der Grünen, Elisabeth Götze, entgegnet den Initiativen der Landeshauptleute von Wien, Niederösterreich, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten, dass der Luftverkehrssektor in Österreich bereits von Steuerbegünstigungen wie der Befreiung der Treibstoffe von der Mineralölsteuer profitiere. Eine Streichung der Abgabe würde die öffentlichen Haushalte um wesentliche Einnahmen bringen und in erster Linie den Flughafenbetreibern zugutekommen. Zudem verweist die Fraktion auf die Sätze im Nachbarland Deutschland, wo die Luftverkehrsteuer trotz einer Senkung im Juli 2026 mit Sätzen von 13,03 Euro auf der Kurzstrecke bis zu 59,43 Euro auf der Langstrecke weiterhin über dem österreichischen Pauschalsatz von grundsätzlich zwölf Euro liegt.

Die Forderungen der Befürworter einer Abgabenabschaffung stützen sich demgegenüber auf die rückläufigen Passagierzahlen an den sechs heimischen Verkehrsflughäfen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2026 sank das Passagieraufkommen um 3,8 Prozent auf 26,7 Millionen Fluggäste, was von Vertretern der Luftfahrtbranche und regionalen Politikern auf die steuerliche Belastung im Vergleich zu Abgaben-freien Standorten im Ausland zurückgeführt wird.

Wirtschafts- und Umweltanalysten werten den Zielkonflikt als grundlegendes Dilemma zwischen der Aufrechterhaltung der regionalen Standortwettbewerbsfähigkeit und der Fiskalpolitik im Verkehrssektor. Während Befürworter der Steuer auf das Schließen von Besteuerungslücken bei geschäftlichen und privaten Spezialflügen dringen, sehen Branchenvertreter in jeder Abgabenbelastung das Risiko einer weiteren Verlagerung von Verkehrsströmen ins benachbarte Ausland.

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