Hotel (Foto: Usman Malik/Unsplash).
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Österreichische Hotelvereinigung und Wirtschaftskammer kritisieren Wiener Ortstaxenerhöhung

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Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) und die Fachgruppe Hotellerie der Wirtschaftskammer Wien haben Ende Oktober 2026 deutliche Kritik an der Tourismuspolitik der Stadt Wien geübt.

Hintergrund ist der Streit um die im Juli 2026 erfolgte Anhebung der Wiener Ortstaxe auf fünf Prozent sowie die für Juli 2027 vorgesehene zweite Stufe auf acht Prozent. Nach Angaben der Branchenverbände sinke der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) in der Bundeshauptstadt seit Inkrafttreten der Abgabenerhöhung kontinuierlich. So verzeichnete der Wiener Markt im Juli einen Rückgang von 3,3 Prozent, im August von 2,8 Prozent und im September von 2,7 Prozent gegenüber den Vorjahreswerten, während die übrigen österreichischen Landeshauptstädte im gleichen Zeitraum Einnahmensteigerungen im Beherbergungssektor auswiesen.

Die Interessenvertretungen weisen die Äußerungen des Vorsitzenden des Wiener Gemeinderatsausschusses für Finanzen und Wirtschaft, Christian Deutsch, zurück, der die Kritik der Hotelbranche als unbegründet bezeichnet hatte. Die ÖHV betont, dass der Netto-Nächtigungsumsatz von Januar bis August 2026 in Wien zwar nominal um ein Prozent auf 867 Millionen Euro stieg, dies unter Berücksichtigung der Inflationsrate von rund drei Prozent jedoch einem realen Umsatzrückgang entspricht. Während Beherbergungsbetriebe im restlichen Bundesgebiet Preisanpassungen durchsetzen konnten, seien die Zimmerpreise in Wien gesunken, da Hoteliers die höhere Ortstaxe nicht vollständig an die Endverbraucher weiterreichen konnten, ohne Nachfrageeinbußen zu riskieren.

Die Branchenverbände kritisieren zudem die sprunghafte Belastung der Betriebe. Durch die zweistufige Reform steigen die Einnahmen der Stadt aus der Ortstaxe von 41,1 Millionen Euro im Jahr 2024 auf prognostizierte knapp 94 Millionen Euro ab dem Jahr 2027. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 128 Prozent innerhalb von drei Jahren. Im europäischen Vergleich bewege sich Wien mit dem angestrebten Steuersatz im Spitzenfeld hinter Städten wie Amsterdam. Die Branchenvertreter fordern von der Wiener Stadtverwaltung die Rückkehr zu strukturierten Verhandlungen, um die preisliche Wettbewerbsfähigkeit des Städtetourismus nicht nachhaltig zu schwächen.

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