Der österreichische Tourismussektor ist mit historischen Bestmarken in die aktuelle Wintersaison gestartet. Laut Daten der Statistik Austria wurden im November 2025 insgesamt 5,73 Millionen Übernachtungen registriert, was den höchsten Wert für diesen Monat seit Beginn der digitalen Erfassung im Jahr 1974 darstellt. Dieser Zuwachs von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz der Branche, auch wenn die Betriebe weiterhin mit strukturellen Problemen wie hohem Bürokratieaufwand, steigenden Betriebskosten und einem spürbaren Arbeitskräftemangel konfrontiert sind. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die Bundesregierung die Ausarbeitung einer neuen Tourismusstrategie bis zum Sommer 2026 angekündigt, die insbesondere die Attraktivität der touristischen Berufe steigern soll.
Ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Branchenoffensive ist die Einführung des neuen nationalen Tourismuspreises „Tourismusstars“. Die Auszeichnung soll herausragende Leistungen in den Bereichen Exzellenz und Innovation würdigen und wird am 27. April 2026 im Schloss Schönbrunn verliehen. Bereits im Vorfeld dieser Gala rückt die Ferienmesse Wien, die vom 15. bis 18. Jänner 2026 im Vienna Congress & Convention Center stattfindet, ins Zentrum des Interesses. Erwartet werden über 430 Aussteller und mehr als 71.000 Besucher. Diese haben während der Messetage die Möglichkeit, unter 15 nominierten Betrieben und Projekten – darunter namhafte Namen wie das Park Hyatt Vienna, Figlmüller oder die Spanische Hofreitschule – ihren Favoriten für den „Publikums-Tourismusstar“ zu wählen.
Die Bekanntgabe des ersten Preisträgers erfolgt am letzten Messetag auf der Hauptbühne durch die Moderatorin Silvia Schneider. Die Liste der Nominierten umfasst ein breites Spektrum der heimischen Freizeitwirtschaft, von Wellnesshotels in Salzburg über ländliche Chalets in der Steiermark bis hin zu Gastronomiebetrieben und Infrastrukturprojekten wie dem Rufbus Semmering-Rax. Branchenexperten sehen in dem Preis ein wichtiges Instrument, um die Sichtbarkeit der heimischen Leitbetriebe zu erhöhen und positive Impulse für die kommende Sommersaison zu setzen. Die Wahlbeteiligung des Publikums wird dabei als direkter Indikator für die Kundenzufriedenheit und die aktuelle Marktakzeptanz touristischer Innovationen gewertet.
Zusätzliche Marktanalysen deuten darauf hin, dass der Trend zu Kurzurlauben und hochwertigen Beherbergungsangeboten im urbanen sowie alpinen Raum ungebrochen ist. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Gesamtlage in Europa zeigt sich die Nachfrage nach Urlaub in Österreich stabil, was die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer zu optimistischen Prognosen für das erste Quartal 2026 veranlasst. Die Verbindung von publikumsnahen Messen wie der Ferienmesse Wien mit hochkarätigen Award-Veranstaltungen im imperialen Ambiente soll das Image Österreichs als erstklassige Destination festigen und gleichzeitig den internen Wettbewerb um Qualität innerhalb der Branche fördern.