Eine Boeing 787 wird betankt (Foto: Jan Gruber).
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Österreichs Luftfahrtverband widerspricht Kritik an Besteuerung

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Der Dachverband der österreichischen Luftfahrtindustrie, Aviation Industry Austria (AI Austria), hat sich in einer Aussendung gegen Behauptungen von Greenpeace gewandt, Flugreisen seien aufgrund fehlender Steuern auf Kraftstoff wesentlich günstiger als Bahnfahrten. Der Verband bezeichnete diese Darstellung als irreführend.

Nach Angaben der Branchenvertretung finanziert sich das gesamte Luftverkehrssystem, einschließlich Flughäfen und Fluggesellschaften, vollständig über den freien Markt und nicht über Staatsbeihilfen, anders als der Bahnverkehr. Die von Kritikern genannten sehr niedrigen Flugticketpreise seien zudem auf Marketing-Aktionen beschränkt, während der durchschnittliche Preis deutlich darüber liege.

Der Verband lehnt auch die Forderung nach einer Kraftstoffsteuer für Flugzeuge ab. Eine nationale oder EU-weite Abgabe würde nach Ansicht von AI Austria lediglich dazu führen, daß Fluggesellschaften Betankungsvorgänge in Ländern außerhalb der EU durchführen würden. Dies hätte eine massive Schwächung der europäischen Luftfahrtstandorte im globalen Wettbewerb zur Folge. Die Aussendung unterstreicht, daß die Einführung einer solchen Steuer auch zu längeren Flugstrecken mit Zwischenstopps führen könnte. Dies würde Direktverbindungen unattraktiver machen. Die Debatte um die Besteuerung der Luftfahrt zeugt von den fortwährenden Spannungen zwischen den Interessensvertretungen.

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