Der Flughafen Paderborn/Lippstadt bereitet sich auf eine intensive Sommersaison vor und hat sein Programm für das Jahr 2026 konkretisiert. Das Angebot konzentriert sich auf acht klassische Urlaubsdestinationen, die primär im Mittelmeerraum und in Nordafrika liegen. Als aufkommensstärkste Verbindung hat sich erneut die Strecke ins türkische Antalya etabliert. Mit bis zu 25 wöchentlichen Rotationen wird dieses Ziel von einer Kombination aus Linien- und Ferienfluggesellschaften wie SunExpress, Pegasus Airlines und Freebird bedient. Diese hohe Frequenz unterstreicht die Bedeutung des türkischen Marktes für das Einzugsgebiet Ostwestfalen-Lippe und das angrenzende Sauerland.
An zweiter Stelle der meistfrequentierten Routen steht die balearische Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Hier teilen sich der Marktführer Eurowings und der irische Billigflieger Ryanair das Angebot mit bis zu 17 wöchentlichen Flügen. Die Präsenz von Ryanair am Standort Paderborn hat sich in den letzten Jahren stabilisiert, nachdem die Airline ihr Engagement an Regionalflughäfen strategisch neu bewertet hatte. Neben diesen beiden Hauptzielen umfasst das Portfolio sechs weitere Destinationen: Heraklion, Kos und Rhodos in Griechenland sowie Alicante und Málaga auf dem spanischen Festland. Ergänzt wird das Spektrum durch die ägyptische Urlaubsregion Hurghada am Roten Meer, die zunehmend auch im Sommer stabil nachgefragt wird.
Wirtschaftlich betrachtet setzt der Flughafen Paderborn/Lippstadt auf eine bewährte Mischung aus etablierten Charterpartnern und Low-Cost-Anbietern, um die Passagierzahlen nach der erfolgreichen Sanierung des Standorts weiter zu steigern. Die Geschäftsführung betont die Rolle des Airports als „Heimathafen“, der durch kurze Wege und eine effiziente Abfertigung besticht. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Konzentration auf nachfragestarke Warmwasserziele ein notwendiger Schritt ist, um die Betriebskosten zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den größeren Nachbarflughäfen wie Dortmund oder Düsseldorf zu sichern. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern spielt bei der Auslastung der Maschinen von Freebird und SunExpress eine zentrale Rolle.
Die technische Abfertigung der bis zu 42 wöchentlichen Flüge allein auf den beiden Hauptrouten erfordert eine präzise Taktung der Bodenverkehrsdienste. Der Flughafen hat hierfür in den letzten Monaten in die Infrastruktur investiert, um auch bei Spitzenbelastungen einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Während der Wintermonate dienen einige dieser Strecken zudem als wichtige Anbindungen für Langzeiturlauber, doch das volle Volumen wird erst mit dem Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen erreicht. Mit der Bestätigung dieser acht Ziele festigt der Regionalflughafen seine Position als wichtiger touristischer Knotenpunkt in der Region.