Boeing 777-200 (Foto: Magic Aviation).
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Pakistan International Airlines: Auf dem Weg zur Teilprivatisierung

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In einem entscheidenden Schritt für die sanierungsbedürftige Pakistan International Airlines (PIA) plant die pakistanische Regierung den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an der Fluggesellschaft.

Am 30. Oktober 2024 wird der Auktionsprozess beginnen, nachdem er zuvor aufgrund von Bedenken potenzieller Käufer verschoben wurde. Sechs Unternehmen haben sich qualifiziert, um ein Angebot für einen 60-prozentigen Anteil an PIA abzugeben. Während die Teilprivatisierung große Hoffnungen weckt, stehen der Fluggesellschaft zahlreiche Herausforderungen bevor, darunter eine problematische Flotte und wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Schwierigkeiten und Veränderungen bei PIA

Die PIA hat in den letzten Jahren mit anhaltenden finanziellen Verlusten zu kämpfen. Laut einem Bericht der Pakistan Civil Aviation Authority (PCAA) hat die Fluggesellschaft im Geschäftsjahr 2022 einen Verlust von rund 1,3 Milliarden US-Dollar erlitten . Diese finanziellen Probleme sind das Ergebnis von Missmanagement, hohen Betriebskosten und der ineffizienten Flottennutzung. Die COVID-19-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft, indem sie die Nachfrage nach Flugreisen drastisch reduzierte.

Die aktuellen Verkaufsbedingungen, die eine Beibehaltung aller 7.300 Mitarbeiter für mindestens zwei Jahre sowie Zahlungen an das Renten- und Leistungssystem umfassen, wurden von den Bietern kritisiert. Diese Bedingungen sollen sicherstellen, dass die neue Führung die bestehenden Verpflichtungen gegenüber den Angestellten und dem Land einhält. Auch das Fehlen von Garantien für die Flugzeuge sowie rechtliche Absicherungen gegen mögliche Klagen haben die Kaufinteressenten verunsichert  .

Auktionsprozess und Bieter

Zu den qualifizierten Bietern gehören sowohl etablierte Fluggesellschaften wie AirBlue als auch lokale Unternehmen wie Fly Jinnah. Ein weiteres Konsortium, angeführt von YB Holdings, hat ebenfalls Interesse bekundet.

Die Bemühungen um eine Teilprivatisierung sind Teil eines umfassenderen Plans der pakistanischen Regierung zur Reorganisation der staatlichen Unternehmen. In der letzten Sitzung des Parlaments informierte der parlamentarische Staatssekretär für Kommunikation, Gul Asghar, über den bevorstehenden Auktionsprozess und versicherte, dass die Gespräche mit den Bietern fortgesetzt würden.

Probleme in der Flottenverwaltung

Ein wesentliches Hindernis für den Erfolg von PIA ist der Zustand der Flotte. Aktuellen Berichten zufolge sind 16 der 32 Flugzeuge der Airline aufgrund von Ersatzteilproblemen und nicht durchgeführten Inspektionen am Boden. Diese Betriebsunfähigkeit führt regelmäßig zu Flugausfällen und beeinträchtigt das Vertrauen der Kunden in die Fluggesellschaft. PIA plant, einen der einsatzbereiten B777-200-Typen ab Anfang November auf der Strecke zwischen Islamabad und Peking einzusetzen, um das Image der Airline zu verbessern und die Nachfrage zu steigern.

Ausblick

Die Teilprivatisierung von PIA könnte einen Wendepunkt für die Fluggesellschaft darstellen, vorausgesetzt, die neuen Investoren sind in der Lage, die notwendigen Veränderungen und Investitionen in die Flotte und die Betriebsabläufe vorzunehmen. Auch der parallele Verkauf des internationalen Flughafens von Islamabad könnte der Regierung helfen, die dringend benötigten Mittel zu beschaffen, um die Airline zu sanieren.

Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, sowohl für die Zukunft der Pakistan International Airlines als auch für die gesamte Luftfahrtbranche des Landes. Die Herausforderungen sind erheblich, doch die Teilprivatisierung könnte der Schlüssel zur Wiederbelebung dieser einst stolzen Fluggesellschaft sein.

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