Im Großraum Paris ist am heutigen Vormittag die längste urbane Seilbahn Europas offiziell in Betrieb genommen worden. Die neue „Stadt-Schwebebahn“ dient als alternatives Verkehrsprojekt in der chronisch überlasteten Region Île-de-France und soll künftig die südöstlichen Vororte der französischen Hauptstadt mit dem bestehenden Metronetz verbinden.
Die Seilbahn erstreckt sich über eine Strecke von viereinhalb Kilometern und ermöglicht den Fahrgästen eine zuverlässige Anbindung an das städtische Schnellbahnsystem. Die Fahrtzeit auf der gesamten Linie beträgt lediglich 18 Minuten. Mit diesem Projekt reagieren die Betreiber auf die hohen Verkehrsbelastungen in der Region und bieten eine Entlastung für überfüllte Buslinien und Straßen. Die Anlage ist darauf ausgelegt, täglich bis zu 11.000 Fahrgäste zu befördern.
Insgesamt kommen 105 Kabinen zum Einsatz, die nicht nur Passagieren, sondern auch Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen Platz bieten und somit die Mobilität in der Region fördern. Die neue Seilbahn stärkt den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) jenseits der üblichen Verkehrswege und trägt zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Metropolregion bei. Solche urbanen Seilbahnen werden weltweit zunehmend als effiziente Lösung für die Überbrückung von Hindernissen oder die Anbindung dicht besiedelter Gebiete betrachtet.