Der irische Billigflieger Ryanair verzeichnete im September 2026 ein weiteres Wachstum beim Passagieraufkommen. Nach Unternehmensangaben beförderte die Fluggesellschaft im abgelaufenen Monat gut 20,1 Millionen Passagiere, was einem Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Die Auslastung der Flugzeuge verharrte mit 94 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Auf Jahressicht stieg die Gesamtzahl der Passagiere in den vergangenen zwölf Monaten um fünf Prozent auf 215,1 Millionen Reisende.
Trotz der positiven Passagierzahlen war der Flugbetrieb im September von spürbaren Störungen geprägt. Ryanair führte im Monatsverlauf zwar mehr als 111.700 Flüge durch, musste jedoch über 1.000 Verbindungen streichen. Als Gründe für die Ausfälle nannte die Fluggesellschaft erneute Systemausfälle bei der britischen Flugsicherung NATS, Streikaktionen der Flugsicherung in Belgien sowie Vulkanausbrüche des Ätna in Sizilien, die zu zeitweisen Luftraum- und Flughafensperrungen führten.
Besonders die wiederholten technischen Probleme der britischen Flugsicherung sorgten für scharfe Kritik seitens des Airline-Managements. Die Führung von Ryanair forderte nach den Ausfällen personelle Konsequenzen bei der NATS-Manning-Ebene sowie Anpassungen im europäischen Luftraummanagement. Neben den streikbedingten Engpässen im europäischen Luftraum verdeutlichen die Vorfälle die Verwundbarkeit des dicht getakteten Geschäftsmodells von Low-Cost-Anbietern bei unvorhergesehenen Störungen im Flugbetrieb.