Flughafen Varna (Foto: Jan Gruber).
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Passagierzuwachs an den bulgarischen Küstenflughäfen Burgas und Varna im Jahr 2026

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Die Flughafenbetreibergesellschaft Fraport Twin Star Airport Management AD hat im Laufe des Jahres 2026 die Marke von drei Millionen abgefertigten Passagieren an den bulgarischen Schwarzmeerflughäfen Burgas und Warna überschritten.

Diese Marke wurde trotz erschwerter Rahmenbedingungen zu Jahresbeginn erreicht, darunter betriebliche Schließungen und finanzielle Belastungen im globalen Luftverkehrssektor. Der Zuwachs beruht auf der Aufnahme neuer Flugverbindungen, der Erschließung zusätzlicher Märkte sowie einer erhöhten Flugfrequenz auf bestehenden Strecken. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die Gesamtzahl der beförderten Passagiere an beiden Standorten im Gesamtjahr 2026 das Niveau des Vorjahres übertreffen wird. Gleichzeitig verharren die Passagierzahlen nach wie vor unter dem Niveau des Jahres 2019, das vor dem Ausbruch der weltweiten COVID-19-Pandemie erreicht wurde.

Auswirkung der Infrastrukturmaßnahmen am Flughafen Burgas

Ein wesentlicher Faktor für den zeitlichen Ablauf des Passagieraufkommens im Jahr 2026 war die vorübergehende Schließung des Flughafens Burgas. Der Flugbetrieb an diesem Standort wurde erst am 1. Mai 2026 wieder aufgenommen, nachdem umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Start- und Landebahn abgeschlossen worden waren. Die Investitionskosten für diese Infrastrukturmaßnahme beliefen sich auf über 60 Millionen Euro. Es handelte sich dabei um ein eigenständig finanziertes privates Projekt in der zivilen Luftfahrtinfrastruktur Bulgariens.

Durch die mehrmonatige Schließung zu Jahresbeginn verteilte sich der Flugverkehr in den ersten Monaten des Jahres primär auf den Flughafen Warna. Nach der Wiedereröffnung von Burgas im Mai setzte eine verstärkte Konsolidierung des Flugbetriebs an beiden Standorten ein, was maßgeblich zum Erreichen der Dreimillionenmarke bis in den Spätsommer beitrug.

Entwicklung des Streckennetzes und neue Zielmärkte in Warna

Am Flughafen Warna ergab sich im Jahr 2026 eine Erweiterung des Flugangebots. Die Fluggesellschaft Wizz Air baute ihr dortiges Netz aus und nahm Verbindungen nach Athen, Barcelona, Budapest, Danzig und Paris auf. Zudem blieben Direktverbindungen wie die nach Rom ganzjährig im Programm, ergänzt durch ganzjährige Flüge nach Bergamo und Bratislava. Ab Oktober 2026 ist die Einrichtung einer weiteren Linie nach Basel vorgesehen.

Durch diese Anpassungen wurden Griechenland, Ungarn und Spanien im Jahr 2026 als neue Quellmärkte für den Flughafen Warna erschlossen. Der Ausbau der Strecken führt zu einer schrittweisen Diversifizierung des Passagieraufkommens, das zuvor stark von wenigen klassischen Sommerreisemärkten abhängig war.

Veränderungen des Flugangebots am Flughafen Burgas

Am Flughafen Burgas führte die Wiedereröffnung im Mai 2026 zur Verankerung neuer Routen. Dazu zählt unter anderem eine Verbindung nach Rom, die von der Fluggesellschaft Ryanair bedient wird. Zudem zeigte sich in der Sommersaison 2026 eine Wiederaufnahme von Charterprogrammen aus Frankreich, nachdem diese in den vorhergehenden Jahren pausiert hatten.

Neben den neuen Strecken verzeichneten beide Flughäfen Steigerungen im Passagieraufkommen aus diversen europäischen Herkunftsländern. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich zweistellige Zuwachsraten bei den Passagierzahlen aus Polen, Israel, Ungarn, der Slowakei, Belgien und Frankreich.

Rolle etablierter Fluggesellschaften und der Inlandsanbindung

Neben den Anbietern im Niedrigpreissegment bedienten auch traditionelle Fluggesellschaften die Schwarzmeerregion im Jahr 2026. Die Fluggesellschaft Eurowings bot Flüge von verschiedenen deutschen Städten nach Warna und Burgas an. Austrian Airlines erhöhte die Frequenzen auf ihren bestehenden Strecken, während Discover Airlines Direktverbindungen von Frankfurt und München anbot. Über das Streckennetz der Muttergesellschaft Lufthansa Group wurden damit Umsteigeverbindungen für internationale Passagiere ermöglicht.

Ergänzende Sitzplatzkapazitäten während der Sommermonate wurden von Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften wie Jet2.com und TUI bereitgestellt. Im Inlandsverkehr erweiterte die nationale Fluggesellschaft Bulgaria Air im Jahr 2026 die Flugkapazitäten zwischen der Hauptstadt Sofia und den beiden Standorten an der Küste.

Herausforderungen im deutschen Quellmarkt und globale Rahmenbedingungen

Trotz des Zuwachses bei den Gesamtzahlen ist die Entwicklung der beiden Standorte von externen Belastungsfaktoren geprägt. Während Märkte wie Polen oder Frankreich Zuwächse aufwiesen, verzeichnete der deutsche Markt einen deutlichen Rückgang. Dieser Einbruch steht im Zusammenhang mit dem Wegfall einer bisherigen Partnerschaft zwischen zwei Fluggesellschaften, die über längere Zeit für den Transport deutscher Urlaubsgäste an die bulgarische Schwarzmeerküste gesorgt hatten.

Zusätzlich belasten die allgemein hohen Kerosinpreise die betriebliche Kalkulation der Fluggesellschaften weltweit. Die gestiegenen Treibstoffkosten schränken den finanziellen Handlungsspielraum vieler Airlines ein, was sich auf die Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten auswirkt.

Einschätzung der Unternehmensführung und zukünftige Ausrichtung

Der Geschäftsführer der Fraport Twin Star Airport Management AD, Michael Roysh, bewertete das Erreichen von drei Millionen Passagieren als positives Signal für die regionale Anbindung des Schwarzmeerraums. Die Entwicklung zeige, dass trotz der Schließung in Burgas bis Mai und der Marktveränderungen in Mitteleuropa Potenzial für den weiteren Ausbau des Flugbetriebs vorhanden sei.

Um die Anbindung der Region weiter zu festigen, setzt der Betreiber auf ein spezielles Programm zur Förderung von Flugverbindungen. Dieses Instrument soll Anreize schaffen, um neue Fluggesellschaften zu gewinnen, bestehende Routen zeitlich auszudehnen und die Streckenfrequenzen zu erhöhen. Ziel des Betreibers und der beteiligten Akteure aus der Tourismusbranche ist die Etablierung einer kontinuierlichen, ganzjährigen Fluganbindung beider Küstenflughäfen. Die endgültige Bilanz für das Gesamtjahr 2026 wird von den tatsächlichen Buchungszahlen im verbleibenden Herbst- und Wintergeschäft abhängen.

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