Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) hat am 2. September 2026 insgesamt 22 Nachwuchskräfte im Rahmen ihrer betrieblichen Ausbildung am Standort begrüßt. Das Kontingent setzt sich aus 20 Auszubildenden und zwei dual Studierenden zusammen.
Die betriebliche Einführung erfolgt über eine gemeinsame Erstwoche, in der die Nachwuchskräfte verschiedene Fachabteilungen und operative Bereiche des Landesflughafens kennenlernen. Mit dem neuen Jahrgang stellt der Betreiber des viertgrößten deutschen Verkehrsflughafens weiterhin eigenes Personal in kaufmännischen, technischen sowie operativen Dienstleistungsbereichen bereit.
Das Ausbildungsspektrum am Flughafen Stuttgart umfasst abwechslungsreiche Fachrichtungen im gewerblich-technischen sowie administrativen Sektor. Dazu zählen Ausbildungen zur Fachkraft für Mechatronik, Elektronik für Betriebstechnik, Kfz-Mechatronik und Fachinformatik für Systemintegration. Zudem werden Ausbildungsplätze im Bereich Büromanagement, im Dienst der Werkfeuerwehr sowie im direkten Luftverkehrsmanagement angeboten. Parallel zum Ausbildungsstart für das Jahr 2026 hat das Unternehmen bereits die Bewerbungsphase für den nachfolgenden Einstellungsjahrgang ab September 2027 über seine digitalen Vertriebs- und Informationskanäle freigeschaltet.
Die kontinuierliche Nachwuchsförderung am Stuttgarter Flughafen findet vor dem Hintergrund eines strukturellen Personalbedarfs innerhalb der gesamten deutschen Flughafenlandschaft statt. Zivile Luftverkehrsinfrastrukturen stehen im direkten Wettbewerb mit dem produzierenden Gewerbe und dem Maschinenbau im Raum Baden-Württemberg um technisch qualifizierte Fachkräfte. Die Bereitstellung einer eigenen werkseigenen Feuerwehr und spezialisierter Instandhaltungsteams für die Pisten- und Gebäudetechnik erfordert eine kontinuierliche Besetzung der Lehrstellen, um den regulatorischen Vorgaben für den sicheren Flugbetrieb nachzukommen.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Übernahme und langfristige Bindung der Auszubildenden maßgeblich davon abhängt, wie attraktiv die Rahmenbedingungen gegenüber dem regionalen Mittelstand gestaltet sind. Die fluktuierenden Passagierzahlen sowie steigende Standortkosten im deutschen Luftverkehrssektor setzen die Betreibergesellschaften unter Konsolidierungsdruck. Dementsprechend müssen die Flughäfen den Spagat zwischen notwendigen Personalkosteneinsparungen und der Sicherung von operativem Fachpersonal für die Instandhaltung der Terminal- und Vorfeldinfrastruktur bewältigen.