Airbus A321 (Foto: Eurowings).
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Personalwechsel an der Spitze des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften

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Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) stellt seine Führung neu auf. Max Kownatzki wurde vom Vorstand des Branchenverbands zum neuen Mitglied des Führungsgremiums gewählt und übernimmt damit die Position von Jens Bischof.

Dieser Personalwechsel ist eng mit einer Rochade im Lufthansa-Konzern verknüpft: Kownatzki, der aktuell noch als Geschäftsführer des Joint Ventures SunExpress tätig ist, wird zum 1. Februar 2026 den Posten des Vorstandsvorsitzenden bei der Fluggesellschaft Eurowings übernehmen. Jens Bischof legt seine Ämter sowohl im Verband als auch bei der Fluglinie zum Jahresende auf eigenen Wunsch nieder.

Max Kownatzki blickt auf eine über 25-jährige Karriere in der internationalen Luftfahrtindustrie zurück. Vor seiner Zeit bei SunExpress bekleidete der promovierte Betriebswirt verschiedene Führungspositionen innerhalb der Lufthansa Group, unter anderem im Bereich Netzplanung und Strategie. Seit 2020 steuerte er das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines durch die globale Luftverkehrskrise und sicherte die operative Stabilität des Ferienfliegers. Branchenexperten sehen in seiner Berufung ein Zeichen für Kontinuität in der Interessenvertretung der großen deutschen Flugbetriebe gegenüber der Bundespolitik.

In seinem neuen Amt im BDF kündigte Kownatzki an, den Fokus verstärkt auf die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland zu legen. Er kritisiert insbesondere die im internationalen Vergleich hohen staatlichen Standortkosten, wie die Luftverkehrsteuer sowie gestiegene Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren. Diese Belastungen erschweren nach Ansicht des Verbands die Erholung der Branche und führen zu einer Benachteiligung deutscher Fluggesellschaften gegenüber der Konkurrenz an ausländischen Drehkreuzen. Kownatzki forderte daher eine deutliche Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen, um die Marktposition der heimischen Airlines zu festigen.

Der BDF fungiert als zentrale Interessenvertretung für Unternehmen wie Lufthansa, Condor, TUI fly und Eurowings. Die Amtsübergabe fällt in eine Phase, in der die Branche mit komplexen infrastrukturellen Engpässen und einer volatilen Kostenstruktur konfrontiert ist. Jens Bischof, der den Verband über Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt hat, wurde für sein Engagement in der Standortsicherung gewürdigt. Mit der Neubesetzung verbindet der Verband die Erwartung, den Dialog mit der Politik über eine Entlastung der Luftfahrtunternehmen zu intensivieren und die operative Effizienz am Standort Deutschland wieder zu steigern.

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