Airbus A321 (Foto: Cebu Pacific).
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Philippinische Cebu Pacific startet Direktflüge zwischen Manila und Riad

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Die größte Billigfluggesellschaft der Philippinen, Cebu Pacific (CEB), hat die Einführung direkter Flugverbindungen zwischen dem Manila International Airport (MNL) und dem King Khalid International Airport (RUH) in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, bekannt gegeben. Die neue Langstreckenverbindung startet am 1. März 2026 und soll vor allem den philippinischen Wanderarbeitern (Overseas Filipino Workers, OFWs) in Saudi-Arabien eine kostengünstigere und direktere Reisemöglichkeit bieten. Die Fluggesellschaft wird die Strecke mit vier wöchentlichen Umläufen bedienen.

Mit der Aufnahme von Riad in ihr Streckennetz erweitert Cebu Pacific ihre Präsenz im Nahen Osten und festigt ihr Engagement, zuverlässige und erschwingliche Verbindungen für Filipinos weltweit anzubieten. Die Airline wirbt damit, dass Passagiere auf Hin- und Rückflügen im Vergleich zu anderen Reisemöglichkeiten auf dieser Route bis zu 57 Prozent der Kosten einsparen können.

Strategischer Fokus auf den Markt der philippinischen Arbeitskräfte

Der Entscheidung von Cebu Pacific, die Route Manila–Riad zu lancieren, liegt eine klare strategische Ausrichtung auf den OFW-Markt zugrunde. Die große Zahl philippinischer Arbeitskräfte, die in Saudi-Arabien in Sektoren wie dem Gesundheitswesen, der Gastfreundschaft, dem Baugewerbe und der Hausarbeit beschäftigt sind, stellt eine bedeutende Kundengruppe dar. Schätzungen zufolge leben und arbeiten Hunderttausende Filipinos im Königreich Saudi-Arabien.

Xander Lao, Präsident und Chief Commercial Officer von Cebu Pacific, betonte, dass die neue Verbindung eine direkte Antwort auf die Bedürfnisse dieser philippinischen Arbeitskräfte sei. Er würdigte die großen Opfer der OFWs, die ihre Familien unterstützen und wesentlich zur philippinischen Wirtschaft beitragen. „Die Aufnahme unseres Manila–Riad-Dienstes ist eine Möglichkeit, ihre harte Arbeit zu würdigen, indem wir es ihnen einfacher und erschwinglicher machen, nach Hause zu fliegen“, so Lao.

Die neuen Direktflüge eliminieren die Notwendigkeit von Umsteigeverbindungen durch große Drehkreuze wie den Dubai International Airport (DXB) oder den Hamad International Airport (DOH) in Doha. Dies reduziert nicht nur die Gesamtreisezeit erheblich, sondern senkt auch die Reisekosten, was für die oft unter finanziellen Einschränkungen stehenden Arbeitsmigranten und ihre Familien von großer Bedeutung ist. Die Verbindung soll sowohl Heimreisen der OFWs als auch Familienbesuche in Saudi-Arabien erleichtern.

Flugplan und Netzwerkerweiterung

Cebu Pacific wird die Route Manila–Riad mit vier wöchentlichen Flügen bedienen. Die Flüge von Manila nach Riad sind für Montags, Mittwochs, Freitags und Sonntags angesetzt. Die Rückflüge von Riad nach Manila starten entsprechend Montags, Dienstags, Donnerstags und Samstags.

Mit der Aufnahme von Riad in den Flugplan erweitert Cebu Pacific sein Langstreckennetz auf vier Ziele. Riad gesellt sich damit zu den bestehenden Langstreckendestinationen Dubai International Airport (VAE) sowie den australischen Flughäfen Sydney Kingsfordsmith (SYD) und Melbourne Airport (MEL). Durch diese strategische Expansion bedient die Fluggesellschaft nun insgesamt 37 inländische und 27 internationale Ziele in Asien, Australien und dem Nahen Osten.

Über die primäre Zielgruppe der philippinischen Arbeitskräfte hinaus betont Cebu Pacific, dass die neue Route auch neue Möglichkeiten für Reisende schafft, Saudi-Arabiens wachsende Tourismusindustrie zu erkunden. Das Königreich bemüht sich aktiv um die Diversifizierung seiner Wirtschaft und den Ausbau des Tourismussektors, um die reichen kulturellen Sehenswürdigkeiten und urbanen Destinationen Besuchern zugänglich zu machen.

Marktkontext und Wettbewerbssituation

Die Entscheidung für die neue Route spiegelt die wachsende und robuste Nachfrage im Reiseverkehr zwischen den Philippinen und dem Nahen Osten wider. Der Nahe Osten ist ein Schlüsselmarkt für die philippinische Arbeitsmigration. Die Konkurrenz auf dieser Strecke ist traditionell intensiv, wobei die großen Netzwerk-Carrier der Golfregion eine dominante Rolle bei der Verbindung der Regionen spielen.

Die Strategie von Cebu Pacific, als größter Billigflieger der Philippinen direkte und kosteneffiziente Langstreckenflüge anzubieten, stellt einen direkten Wettbewerb zu den etablierten Full-Service-Carriern dar. Angesichts der Preissensibilität der OFW-Zielgruppe, die oft mehrere Reisen im Jahr buchen, könnte das aggressive Preismodell von Cebu Pacific zu einer signifikanten Verschiebung der Marktanteile führen. Dies zwingt die etablierten Fluggesellschaften möglicherweise, ihre eigenen Preisstrukturen und Angebote auf dieser Verbindung zu überprüfen.

Die geografische Lage Riads als Hauptstadt und Wirtschaftszentrum Saudi-Arabiens macht den Flughafen zu einem wichtigen Einfallstor für die gesamte Region und unterstreicht die strategische Wahl der Destination durch Cebu Pacific. Die Verbindung fördert nicht nur den Personenverkehr, sondern unterstützt indirekt auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Einführung mit attraktiven Sonderangeboten

Zur Markteinführung der neuen Verbindung initiierte Cebu Pacific eine aggressive Werbeaktion. Die Airline bietet vom 9. bis 13. Dezember 2025 spezielle Einführungstarife an, mit Einweg-Basistarifen, die bei nur einem philippinischen Peso (PHP 1) beginnen – ein Betrag, der nur etwa 0,017 US-Dollar entspricht (exklusive Zuschlägen und Gebühren). Dieses Sonderangebot gilt für Reisen im Zeitraum vom 1. März bis zum 28. Oktober 2026.

Zusätzlich zu den ultra-niedrigen Basistarifen bietet die Fluggesellschaft vom 9. bis 31. Dezember 2025 vergünstigte Tarifpakete an. Diese Bundles beinhalten üblicherweise zusätzliche Dienstleistungen wie Sitzplatzauswahl, Mahlzeiten und Freigepäck, die zu reduzierten Raten erworben werden können. Solche aggressiven Verkaufstaktiken sind typisch für Billigfluggesellschaften bei der Einführung neuer Strecken und dienen dazu, schnell Marktanteile zu gewinnen und die Auslastung der Flüge von Beginn an zu sichern. Die Strategie zielt darauf ab, die Kostenersparnis für die OFW-Gemeinschaft besonders attraktiv zu gestalten und die neue Direktverbindung fest im Bewusstsein der Zielgruppe zu verankern.

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