Pilatus PC-12 (Foto: Pixabay).
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Pilatus Flugzeugwerke übernehmen die deutsche Air Alliance GmbH

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Die Schweizer Pilatus Flugzeugwerke haben die Übernahme der Air Alliance GmbH mit Sitz am Flughafen Siegerland bekannt gegeben. Das 1993 gegründete deutsche Unternehmen ist seit über einem Jahrzehnt ein zentraler Partner des Schweizer Herstellers und fungiert als autorisiertes Verkaufs- und Servicecenter für die Regionen Deutschland und Österreich.

Mit diesem strategischen Schritt integriert Pilatus die gesamte Wertschöpfungskette – vom Vertrieb der populären Modelle PC-12 und PC-24 über die Wartung bis hin zum operativen Flugzeugmanagement und einer eigenen Flugschule – direkt in die Konzernstruktur. Die bisherige Tochtergesellschaft Unicair, die auf weltweite Ambulanzflüge spezialisiert ist, verbleibt hingegen als eigenständiges Unternehmen außerhalb der neuen Eigentumsverhältnisse.

Durch die Akquisition übernimmt Pilatus rund 120 qualifizierte Mitarbeitende am Standort Burbach. Die operative Leitung verbleibt in den Händen des bisherigen Managing Directors René Petersen, der das Unternehmen künftig als CEO unter der neuen Flagge führen wird. Ziel der Übernahme ist es, die Marktpräsenz in den Kernmärkten Europa, insbesondere in Deutschland und Österreich, massiv zu stärken. Die direkte Anbindung an den Hersteller soll Synergien im technischen Support und im Ersatzteilwesen schaffen, um die Servicequalität für Besitzer von einmotorigen Turboprops und Businessjets des Typs PC-24 auf einem konstant hohen Niveau zu gewährleisten.

Wirtschaftlich betrachtet reagiert Pilatus mit diesem Kauf auf den wachsenden Bedarf an professionellem Flugzeugmanagement und spezialisierten Wartungsdienstleistungen in Zentraleuropa. Die Air Alliance verfügt über ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC), das es dem Unternehmen ermöglicht, kommerzielle Flüge und komplexes Management für Privat- und Geschäftskunden anzubieten. Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli betonte bei der Vertragsunterzeichnung die Bedeutung der Nähe zum Kunden, die durch die physische Präsenz an einem deutschen Technikstandort erheblich verbessert wird. Die Transaktion festigt zudem die Position von Pilatus gegenüber internationalen Wettbewerbern im Segment der Mehrzweckflugzeuge.

Der Abschluss der Übernahme steht aktuell noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Luftfahrt-Bundesamt sowie weiterer regulatorischer Genehmigungen. Branchenexperten werten den Deal als konsequente Fortführung der Vertikalisierungsstrategie von Pilatus, bei der erfolgreiche Vertriebspartner schrittweise in das Mutterhaus eingegliedert werden, um die Kontrolle über das Kundenerlebnis nach dem Kauf zu erhöhen. Für die Air Alliance bietet die Einbindung in den finanzstarken Schweizer Konzern die notwendige Sicherheit für künftige Investitionen in die Infrastruktur des Siegerland-Flughafens und eine beschleunigte Expansion in den betreuten Märkten.

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