Die spanische Fluggesellschaft Plus Ultra Líneas Aéreas kehrt nach einer mehrmonatigen Unterbrechung auf den venezolanischen Markt zurück. Ab dem 3. März 2026 wird die Verbindung zwischen Spanien und der Hauptstadt Caracas offiziell wieder aufgenommen.
Die Airline hatte ihre Operationen am 23. November des Vorjahres eingestellt, nachdem Sicherheitsbedenken europäischer Luftfahrtbehörden und der temporäre Entzug von Betriebsgenehmigungen durch venezolanische Stellen den direkten Flugverkehr unterbrochen hatten. Die Wiederaufnahme erfolgt vor dem Hintergrund diplomatischer Bemühungen zur Stabilisierung der Verkehrsrechte zwischen Madrid und Caracas, die für den Austausch zwischen Europa und Südamerika von hoher Bedeutung sind.
Der Flugplan sieht eine schrittweise Erhöhung der Kapazitäten vor. Ab dem 1. April startet die Fluggesellschaft zunächst mit drei wöchentlichen Rotationen ab Madrid, die jeweils am Dienstag, Donnerstag und Samstag durchgeführt werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine wöchentliche Verbindung von Teneriffa-Nord, die sonntags bedient wird und die traditionell starken familiären und wirtschaftlichen Bindungen zwischen den Kanarischen Inseln und Venezuela berücksichtigt. In der Hochsommerphase ab Juli soll das Angebot auf insgesamt fünf Flüge pro Woche ausgeweitet werden, wobei Madrid dann viermal wöchentlich als Abflughafen dient.
Plus Ultra setzt auf dieser Langstreckenverbindung primär Flugzeuge vom Typ Airbus A330-200 und A340-300 ein. Die Rückkehr der Airline ist ein wichtiger Faktor für den Wettbewerb auf dieser Route, da neben dem staatlichen venezolanischen Carrier Conviasa auch die spanischen Mitbewerber Iberia und Air Europa Ziele in Venezuela ansteuern. Trotz der volatilen politischen Lage in Südamerika bleibt die Nachfrage nach transatlantischen Flügen stabil, insbesondere durch den ethnischen Reiseverkehr und geschäftliche Kontakte im Erdölsektor. Die Erhöhung der Frequenzen deutet darauf hin, dass die Fluggesellschaft mit einer dauerhaften Normalisierung der operativen Bedingungen rechnet.
Die Wiederaufnahme des Linienbetriebs erfordert eine enge Abstimmung mit den nationalen Luftfahrtbehörden beider Länder, um die Einhaltung der internationalen Sicherheitsstandards zu gewährleisten. In der Vergangenheit war Plus Ultra aufgrund von staatlichen Finanzhilfen in Spanien in die Schlagzeilen geraten, positioniert sich jedoch weiterhin als spezialisierter Anbieter für Flüge in den lateinamerikanischen Raum. Mit der Rückkehr nach Caracas festigt die Airline ihr Kernnetz, zu dem auch Ziele in Peru, Kolumbien und Äquatorialguinea gehören. Für Reisende bedeutet die Entscheidung eine Verbesserung der Buchungsoptionen und eine stabilere Anbindung Venezuelas an das europäische Festland.