AIrbus A330 MRTT (Foto: Airbus - Mango Producciones - Adrian Molinos).
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Polen und Spanien planen gemeinsame Beschaffung von Airbus-Tankflugzeugen

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Polen und Spanien planen den gemeinsamen Erwerb von mindestens sieben Betankungs- und Transportflugzeugen vom Typ Airbus A330 MRTT. Das Beschaffungsprogramm besitzt ein geschätztes Gesamtvolumen von bis zu 5,4 Milliarden Euro und umfasst neben den Maschinen eine siebenjährige Betreuung bei Logistik und Instandhaltung.

Der spanische Ministerrat hat den entsprechenden Rahmenvereinbarungen am 25. August zugestimmt, um die formalen Verhandlungen über den finalen Vertrag aufzunehmen. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministers Władysław Kosiniak-Kamysz soll Polen bis zum Jahr 2030 vier dieser Flugzeuge erhalten, während die verbleibenden Maschinen für die spanischen Streitkräfte vorgesehen sind.

Die Anschaffung stellt für die polnischen Luftstreitkräfte den Aufbau einer eigenen nationalen Tankerflotte dar. Die Großraumflugzeuge sollen die Einsatzreichweite und Stehzeit der polnischen F-16- und F-35A-Kampfflugzeuge erhöhen und die Abhängigkeit von Betankungskapazitäten anderer NATO-Partner verringern. Der A330 MRTT basiert auf der zivilen Passagierversion Airbus A330-200 und kann bis zu 111 Tonnen Treibstoff aufnehmen, ohne dass Zusatztanks im Frachtraum installiert werden müssen. Neben der Luftbetankung lässt sich die Maschine für Truppentransporte von bis zu 300 Personen, Frachtflüge mit bis zu 45 Tonnen Zuladung oder für medizinische Evakuierungseinsätze konfigurieren.

Finanziert wird das Vorhaben über das EU-Förderprogramm Security Action for Europe (SAFE), das zinsgünstige Kredite für gemeinsame Verteidigungsgüter bereitstellt und die Beschaffung von in Europa gefertigten Systemen priorisiert. Die Umrüstung der Passagiermaschinen zum Militärtanker erfolgt an den Airbus-Standorten in Spanien. Neben dem Werk in Getafe soll Ende 2027 ein zweiter Umrüstungsstandort in Sevilla in Betrieb gehen, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Die Beschaffung läuft unabhängig von der bestehenden multinationalen NATO-Tankerflotte (MMF), an der Spanien bisher nicht beteiligt ist.

Militäranalysten weisen darauf hin, dass die gemeinsame Beschaffung zwar Kostenvorteile bei der Wartung verspricht, die endgültigen Auslieferungsfristen und Verträge jedoch noch nicht unterzeichnet sind. Die zeitgerechte Bereitstellung bis 2030 hängt stark von den Umrüstkapazitäten bei Airbus ab. Zudem erfordert die Integration der komplexen Betankungssysteme eine langfristige Ausbildungs- und Ersatzteilinfrastruktur in den jeweiligen Heimatbasis-Standorten der beiden Streitkräfte.

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