Tankfahrzeug (Foto: Skytanking).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Produktion nachhaltiger Flugtreibstoffe verdreifacht sich 2024

Werbung

Die weltweite Produktion von nachhaltigen Flugtreibstoffen (Sustainable Aviation Fuel, SAF) nimmt Fahrt auf: Die Menge an SAF soll sich 2024 nach Angaben des Internationalen Luftfahrtverbands IATA verdreifachen und auf 1,9 Milliarden Liter oder 1,5 Millionen Tonnen steigen. Bis 2030 rechnet der Airlineverband mit einer weiteren Vervielfachung der globalen SAF-Kapazitäten auf 51 Millionen Tonnen pro Jahr.

„Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, aber es zeichnet sich exponentielles Wachstum ab“, sagte IATA-Generaldirektor Willie Walsh zum Auftakt der Jahreskonferenz des Weltairlineverbands am Sonntag in Dubai. Die Verfügbarkeit von SAF sei ein Schlüssel zur Erreichung der Klimaneutralitätsziele der Luftfahrtindustrie, die bis 2050 angestrebt werden.

EU-Quoten für SAF

In der Europäischen Union sind ab 2025 verbindliche Quoten für die Beimischung von SAF in Kerosin an EU-Flughäfen vorgesehen. Ab 1. Januar 2025 müssen zwei Prozent SAF beigemischt werden, bis 2030 steigt die Quote auf fünf Prozent.

Die Lufthansa rechnet für Deutschland allein im nächsten Jahr mit einem SAF-Bedarf von 200.000 Tonnen. Der Konzern forderte die EU-Kommission angesichts einer „weltweiten Konkurrenz“ um SAF auf, die Quoten zu überprüfen.

Kritik an PtL-Unterquote

Besonders kritisch sieht die Lufthansa eine Unterquote für strombasiert im Power-to-Liquid (PtL)-Verfahren hergestelltes SAF. „Ab 2030 müssen nach EU-Vorgabe 1,2 Prozent PtL beigemischt werden“, erklärte Lufthansa. An deutschen Flughäfen sollen es bereits ab 2026 0,5 Prozent sein. „Diese Quoten werden verfehlt werden, da es nicht ausreichend synthetischen Kraftstoff geben wird. In Europa sind aktuell nur drei PtL-Fabriken in der konkreten Planung.“

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung