Die usbekische Privatfluggesellschaft Qanot Sharq setzt ihre Direktverbindung zwischen der zentralasiatischen Hauptstadt Taschkent und dem Drehkreuz Frankfurt am Main zum Auftakt des Winterflugplans 2026/27 vorübergehend aus.
Nach Auswertungen internationaler Flugplandaten ruht der Betrieb auf der Route im Zeitraum vom 27. Oktober bis einschließlich 13. November 2026. Eine Wiederaufnahme der Flüge ist für den 17. November vorgesehen. Im Anschluss plant die Airline, die Strecke zweimal wöchentlich an den Verkehrstagen Dienstag und Freitag mit Maschinen des Typs Airbus A321 zu bedienen.
Die dreiwöchige Pause fällt exakt in die Übergangsphase zwischen der Sommersaison und dem Beginn der nachfrageschwächeren Wintermonate. Branchenanalysten werten derartige temporäre Streichungen im internationalen Flugbetrieb häufig als Maßnahme zur Kapazitätssteuerung oder als Folge operativer Anpassungen bei der Flottenwartung. Qanot Sharq, die 1998 als erste private Fluggesellschaft Usbekistans gegründet wurde und nach einer mehrjährigen Pause ab 2021 den Passagierflugbetrieb neu aufnahm, betreibt eine überschaubare Flotte aus Airbus-Mittelnstreckenjets sowie Großraumflugzeugen für die Langstrecke.
Für die Anbindung Zentralasiens an den europäischen Kontinent bedeuten solche Flugplanausdünnungen eine kurzfristige Verringerung des Sitzplatzangebots. Der Markt für Flüge von und nach Usbekistan steht unter einem zunehmenden Wettbewerbsdruck, da neben dem staatlichen Marktführer Uzbekistan Airways auch weitere regionale Anbieter und Billigfluggesellschaften um die Passagierströme zwischen Europa und Asien konkurrieren. Die Stabilität von Flugverbindungen privater Airlines hängt dabei stark von der jeweiligen Auslastung sowie den Vereinbarungen mit den Flughafenbetreibern ab.
Passagiere mit bereits gebuchten Tickets für den Betroffenen Zeitraum stehen im Zuge der Betriebspause vor Umbuchungen oder Erstattungsforderungen. Ob die geplante Wiederaufnahme ab Mitte November ohne weitere Einschränkungen und mit einer stabilen Buchungslage umgesetzt werden kann, bleibt abhängig von der operativen Flottensituation und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Strecke in den Wintermonaten.